Die kleine Auszeit vom Alltag
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Hamsterrad Alltag – Ausbruch
Wer im IT-Bereich arbeitet, kennt das… Stress, 10 Stunden Bildschirm am Tag, ständig bimmelt der leidige Klingelton von Teams – bis man schon Phantomklingeln hört. Klar macht es auch Spaß, wenn es um technische Implementierungen und Kozeptionen geht, aber das erfüllt zumindest nicht mein Leben zu 100%. Mein Ventil und Kontrastprogramm sind die Berge. Natur, keine Bildschirme, kein Handyempfang – und natürlich meine Kamera. ◡̈
Seit einigen Tagen war ich nun schon wieder absolut drüber und wusste, ich brauche dringend eine Pause – natürlich mit Foto als Mitbringsel und Belohnung.
Die Bodenschneid ist für mich prädestiniert. Wunderschöne Ausblicke, für mich innerhalb von 10 Minuten erreichbar und einfach ein herrlicher Gipfel für ruhige, einsame Sonnenuntergänge – zumindest unter der Woche. Am Wochenende und in der Ferienzeit meide ich den Berg, einfach viel zu überlaufen.
Also ging es an einem Donnerstagabend nach Feierabend mit dem Fahrrad an den Wanderparkplatz in Dürnbach und von dort aus durch Wälder und vorbei an Almen, Kühen und Bodenschneidhaus hinauf zum Gipfel. Zum Schluss musste ich mich dann noch etwas sputen, ich wollte ja auf jeden Fall die goldene Stunde mitnehmen.
Oben dann die angenehme Überraschung: Keine Menschenseele, ein einsamer Gipfel nur für mich.
Nach einer kleinen Stärkung suchte ich mir ein paar schöne Motive und wartete bis die Sonne alles in ein Gold tauchte. Der Tegernseee unterhalb glühte und wirkte wie eine ruhige, aus Gold gegossene Fläche. Die Sonne fiel diffus durch den Dunst und ich hatte mein Bild auf der Speicherkarte festgebrannt. Ich hätte gerne ein Fokus-Stacking gemacht, aber hatte in der Eile leider mein Stativ zu Hause vergessen… Aber auch so wurde es ein weiteres wunderschönes Bild von der Bodenschneid aus mit Blick auf den Tegernsee. Dazu präsentierten sich Guffert und Zugspitze ebenfalls im wunderschönen Licht.
Ich blieb noch eine Weile sitzen und genoss die Stille, unterbrochen von Musikfetzen die von einer Dorfparty vom Wind auf den Gipfel getragen wurden.
Mit der Zeit verfärbte sich alles in ein tiefes Abendrot und die aufgetürmten Wolken im Süden strahlten von tiefem lila, über rot bis hin zu pinken Fleckchen am Himmel.
Nach diesem Spektakel ging es wieder hinunter, mit Stirnlampe und vorsichtigen Schrittes ging es zufrieden, mit freiem und ruhigen Kopf wieder nach Hause.













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