Der Mond – in Farbe
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Wie es dazu kam…
Als ich vor nun fast 2 Jahren nach langer Reifezeit eine neue Kamera bekam, suchte ich zunächst nach einer Möglichkeit, die neue Technik sinnvoll und möglichst regelmäßig einzusetzen. In der Vergangenheit hatten sich für mich auch recht einfache Fotokurse bei der VHS als gute Möglichkeit gezeigt, mit Gleichgesinnten Bekanntes aufzufrischen und Neues dazu zu lernen.
Im Frühjahr war das Angebot jedoch leider sehr überschaubar, doch einen Kurs gab es da noch: “Astrofotografie für Anfänger”. Ich war zunächst skeptisch ob das etwas wäre…
Nun nach fast 2 Jahren und vielen (auch teilweise sehr kalten) Nächten lautet meine Anwort: Ja, unbedingt!
Warum dann der Mond?
Nach vielen (für mich immer wieder fazinierenden) Bildern der Milchstraße und anderen Astrolandschaftsmotiven stolperte ich eher zufällig über das Video von Sophie Paulin über die Farben des Mondes.
Der hatte bisher ein eher ungewolltes Licht auf unsere Astronächte geworfen und ich hatte ihn bisher nur beiläufig abgebildet; war eher froh ihn nicht zu sehen…
Aber das Ergbnis von Sophie hat mich sofort gehabt! Das hatte ich so noch nicht gesehen, das wollte ich auch! Es schien so einfach…
Also gesagt getan, das 200-800mm samt 1.4 fach Konverter an die R6.II geschraubt (die Kombi sieht normalerweise nur Vögel) und die ersten Bilder vom Mond geschossen.
Licht ist ja genug da, so dass die Blende F13 nicht das Problem ist.
Wie bei Sophie beschrieben natürlich gleich 100 Bilder um genug Material für (zugegebenermaßen aufwändige) Nachbearbeitung zu haben. Das Seeing (die Bewegung in der Athmosphäre ), das zu partienen Unschärfen im Bild führt, muss ja noch “rausgerechnet” werden…
Nach mehreren, nicht wirklich erfolgreichen, Versuchen hat es dann aber (aus meiner Sicht) doch recht gut geklappt.
Insgesamt 5 Programme waren im Einsatz ( Ja, der Workflow muss noch optimiert werden…).
Ich hätte vor 2 Jahren sicher nicht geglaubt mal so ein Foto selbst zu machen. Sicher, das Bild ist nicht perfekt, aber Motivation genug weiter zu machen.
Das nächste Mal kommt ein APS-C Body zum Einsatz. Mal sehen was mit dem zusätzlichen 1.6er Crob dann so geht.











Diskussionsbeiträge (3)
Hallo Alexander,
vielen Dank für Dein Feedback. Mit dem Vollmond hatte ich tatsächlich begonnen, aber dann steht die Sonne sehr steil auf dem Mond, und die Krater werfen dann nicht so prägnante Schatten.
Ich plane aber die verschiedenen Phasen in einer Collage zu verbinden. Am 28.08. kommt dann noch eine, diesmal hoffentlich für mich sichtbare, Mondfinsternis dazu.
Es bleibt also noch viel zu tun...
Beste Grüße und immer gut Licht!
Raven