Der große Wurf?
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Was ist Sport? – Das ist mehr als nur körperliche Anstrengung und die Hoffnung auf Erfolg. Das durfte ich beim Supercup 2025 im Dortmunder Höschpark life miterleben, einem internationalen Jugend-Baseballpokal, dessen Eröffnungsspiel ich mit Presseausweis direkt aus den Dugouts begleiten durfte.
Und wie kommt man zu so etwas? Na ja, ein bisschen Glück ist schon dabei. In meinem Fall in Form meines Arbeitskollegen, der zufälligerweise auch Ausrichter dieses Events ist (danke Dennis!) und der um meine Foto-Leidenschaft weiß. So machte ich mich also am 04. August auf den Weg zum Heimstadion der Dortmund Wanderers. Mit einem Kopf voller Erwartungen, einem viel zu vollen Fotorucksack und mit einem Presseausweis – die Rechte an den Fotos gehören in Absprache mit dem Veranstalter aslo mir und ich darf sie hier veröffentlichen.
Für jemanden, der gerne alleine und still durch die Natur streift in der Hoffnung auf einen Schmetterling oder eine Maus, für den ist so ein Event erstmal ein wackeliges Pflaster. Zwischen den eingefleischten Sportfotografen gibt es nämlich ungeschriebene Gesetze, nach denen sie sich im Gleichklang mit der Eröffnungsshow und in gegenseitigem Einvernehmen über den Platz bewegen. Niemand stolpert in anderer Leute Bild oder über ihre Füße. Diese Art von Ballet muss ich erst lernen. Leider war die Asubeute also hier dürftig.
Mit Spielbeginn herrschen dann nochmal ganz andere Regeln: Verbannt in die Dugouts und ausgerüstet mit einem Helm als Schutz vor schnellen Bällen auf Abwegen hofft man dort auf das eine Bild: Das mit dem Ball, der gerade auf den Schläger des Batters kracht und im Idealfall durch Staubwolke und verkniffenen Gesichtsausdruck verziert wird. Oder auf Spieler, die im Getümmel auf die Bases rutschen, eingefroren in ihrer Staubfontäne.
Wieder nichts… so hell ein Flutlicht auch scheint, unter Blende f/2.8 wird es mit dem Einfrieren doch schwer und ohne rasante Serienbilder und Übung im Timing blieb der Erfolg aus – auf das f/2.8 Objektiv spare ich aber sicherheitshalber mal…
Also dachte ich mir: Dann kann ich auch einfach mal etwas “spielen”. Und dabei kam der Spaß dann von selber. Und ausgerechnet mit dem Objektiv, das ich eigentlich fast zu Hause lassen wollte. Dunkelheit und Dynamik waren perfekte Bedingungen für einen Mitzieher und damit spiele ich sowieso gerne. ISO war plötzlich egal und Dynamik vorprogrammiert. Jetzt war es zwar ein Geduldsspiel und der Treffer natürlich auch etwas Glück, aber an so einer “Spielerei” kann ich mich auch gut festbeißen.
Das Bild entstand aus dem Dugout der Ukrainischen Nationalmannschaft heraus und zeigt einen Spieler der Tschechischen Titelverteidiger während des Eröffnungsspiels dieses -zumindest für mich- beeindruckenden Erlebnisses. Meine Hochachtung gilt dem Sportsgeist aller – aber insbesondere dem ukrainischen Team. Sich vor ihrem Hintergrund einer solchen Herausforderung zu stellen beweist, dass Sport mehr ist, als nur körperliche Anstrengung und die Aussicht auf einen Erfolg.













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