Das letzte Foto
In dieser Story

Dieses Foto ist in unserem letzten Sommerurlaub entstanden. Wir waren in Swinemünde und hatten einen Ausflug zur Slawa mlyny geplant. Mit dabei waren mein Partner und unsere beiden Kinder. Aufgrund einer Stelle, an der der Sand tiefer war, haben wir unseren Sohn aus dem Wagen genommen und unser Gepäck in den Wagen gepackt.
Als wir an der Mühle, welche ein Leuchtturm ist, ankamen, beobachteten wir erstmal die großen Schiffe, die in den Hafen ein- und ausfuhren. Ich hatte die Kamera die ganze Zeit in der Hand und schoss einige Fotos. Im flachen Wasser tippelten mehrere der Strandläufer herum. Also machte ich von ihnen noch einige Fotos. Dann packte ich die Kamera in die Tasche, welche sich am Kinderwagen befand.
Was geschah dann?
Wir beobachteten weiter die Schiffe. Unser Sohn immernoch auf dem Arm. Als plötzlich aus dem nichts eine so starke Windböe aufkam, dass diese unseren angebremsten Kinderwagen anschob und mit samt dem ganzen Gepäck, ins Wasser beförderte. Da es sich um eine maritime Fahrrinne handelte, wussten wir erstmal nicht, ob wir das ganze überhaupt wieder rausbekommen würden.
Die Bergung.
Zum Glück befanden sich einige nette Menschen an dem Ort und unterstützten uns mit Ratschlägen und Hilfe. So borgte sich mein Partner ein SUP Board am Strand und holte den Wagen, welcher mittlerweile ca 30 min komplett unter Wasser war, aus dem Wasser. Am Rand hatten sich deutsche Urlauber gefunden, welche durch eine Menschenkette den Wagen abnehmen konnten.
Was ist mit der Kamera?
Meine komplette Kameratasche schwamm seit ebenso ca 30 min im Wasser und war mittlerweile ca 300m in Richtung Meer heraustrieb. Plötzlich kam ein Schlauchboot der Hafenpolizei um die Ecke und holte meine Kamera aus dem Wasser. Diese übergaben sie dann meinem Partner auf das SUP und wünschten uns alles Gute und viel Glück.
Wie ging es weiter?
Wir bedankten uns bei allen Helfern und gingen durchnässt und mit vollgesaugtem Kinderwagen zum Auto. Als erstes nahm ich die Kamera grob auseinander. Als wir alles verstaut hatten, ging es in die Ferienwohnung. Dort nahm ich alles auseinander und ließ es trocknen.
Zu Hause angekommen…
als wir nach fast einer Woche wieder zu Hause waren und ich die Kamera solange unberührt gelassen habe, testete ich zu Hause als erstes, ob die Speicherkarte noch gelesen werden kann. Gott sei Dank sind alle Fotos noch da. Allerdings steht heute noch teilweise Wasser in dem Objektiven und die Akkus lassen sich nicht mehr laden.
Somit ging, mit dem Schaden, ein sehr teurer Urlaub zu Ende und ich bin auf der Suche nach einer neuen Kamera.











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