“Das Leben findet einen Weg” …
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“Das Leben findet einen Weg”, sagt bekanntlich der Mathematiker Dr. Ian Malcolm (Jeff Goldblum) in “Jurassic Park” dramatisch. Ein Glückskeksweisheit, richtig? Aber mit Glückskeksweisheiten ist es nun mal so, dass sie banal, langweilig und … wahr sind. Daran musste ich denken, als ich im Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen eigentlich ganz andere Dinge fotografieren wollte.
Inmitten von mehr als 20 Meter hohen Hochöfen, Gebläsehallen, Schienensträngen, aufgegebenen Lokomotiven und kaputten Loren stand vor sich hinrostend diese alte Dampflok in der Frühlingssonne. Beim Blick auf möglicherweise abbildenswerte Details sah ich plötzlich diese Klappe, die sich unter dem Druck der Blätter eines Wegerichs öffnet, der unbeirrt ans Licht und ins Leben drängt.
Hier ist es ein kleiner Wegerich, der sich aus dem Rost kämpft, in Tschernobyl wurden Pilze entdeckt, die sich von Radioaktivität ernähren – wir Menschen können machen, was wir wollen, die Natur und das Leben werden bleiben, solange die Sonne scheint. Beruhigend, oder?











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