Braune Federn und braunes Fell
In dieser Story


Das hört sich zwar komisch an, ist aber die Reihenfolge bei meinen Aufnahmen an einem sonnigen späten Nachmittag.
Ich hatte es an dem sonnigen Vormittag leider nicht hinbekommen, in einem herrlich blühenden Rapsfeld mehrere Bilder von Braun- oder Blaukehlchen zu machen, so dass ich mich am späten Nachmittag erneut zu dem Rapsfeld an der ehemaligen Windmühle, dem „Tintenfass der Wetterau“ aufmachte.
Dort angekommen, wurde ich wieder wie am Vormittag von einer Schafstelze auf dem angrenzenden Wiesenweg in Empfang genommen. Gleichzeitig kreiste ein Roter Milan am Himmel und ich dachte schon, bitte nicht wieder von dem Vorhaben von Aufnahmen von Vögeln im Rapsfeld abbringen lassen. Und so wanderte ich mit der Sonne im Rücken an dem Rapsfeld entlang.
Gleich dem Vormittag war es auch jetzt schwierig, eine Weile auf den Blütenstengeln sitzende Vögel zu entdecken. Es dauerte 1 Stunde bis ich das große Rapsfeld umrundet hatte, aber leider immer noch kein Bild von einem Braun- oder Blaukehlchen als Erfolg verbuchen konnte.
Nur nicht aufgeben dachte ich und machte mich auf die 2. Runde um das Rapsfeld. Und siehe da, ich sollte belohnt werden und konnte auf halbem Weg doch noch mehrere Braunkehlchen auf Blütenstengeln sitzend entdecken und ein paar Aufnahmen machen.
Nach dem ich ein Stück weiter gegangen war, sah ich, wie sich mehrere Blütenstengel bewegten und ich konnte mir nicht vorstellen, dass dort gleichzeitig so viele Vögel da waren, um die Pflanzen so in Bewegung zu bringen.
Als ich der Stelle näher kam, erblickte ich die Verursacher der Bewegungen. Es waren zwei Rehböcke die in der vom Traktor hinterlassenen Spur langsam auf mich zuwanderten. Jetzt nur nichts Falsches machen dachte ich und lies die zwei Rehböcke weiter auf mich zukommen. Obwohl sie immer wieder in meine Richtung schauten, spürten sie wohl keine Gefahr und kamen letztendlich bis auf ca. 15m an mich heran. Und dann war da wieder der Moment, an den ich mich aus einem anderen Erlebnis mit einem Rehbock erinnerte. Er streckte mir die Zunge raus und wollte wohl wieder damit sagen: „Ätsch, Du hast gar kein Gewehr dabei.“ Also ging das Fotoschießen ohne Gewehr weiter und ich hatte einige schöne Bilder auf der Speicherkarte.
Ohne Hast wendeten sich die Rehböcke nacheinander seitlich ab und zogen im Rapsfeld davon. Auf meinem weiteren Weg um das Rapsfeld sah ich sie dann später über eine Wiese laufen hin zu einem nächsten Rapsfeld.
Auf dem Rückweg wurde ich dann zu meiner Freunde noch von zwei Schafstelzen verabschiedet. Während eine auf einem hohen Strauch saß, posierte die andere auf dem Boden sitzend. Ein gelungener Fotonachmittag mit den Schafstelzen zum Abschluss.






















Diskussionsbeiträge