Beginn der Ranz
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Paarungszeit
Die Fuchsranz hat im Januar begonnen. Jetzt, so hört man, soll die Chance, einen Fuchs zu sehen, sehr hoch sein. Und kaum ist diese Paarungszeit vorbei, gibt es gegen März/April auch schon die süßen Fuchswelpen zu beobachten. Ich habe selten putzigere Jungtiere gesehen, bis jetzt leider immer nur ohne Kamera.
Das soll sich dieses Jahr ändern. Sowohl die Ranz, als auch die Aufzucht möchte ich diesmal mit der Kamera festhalten.
Die erste Sichtung blieb beinahe unbemerkt
Am 03.01. war ich mit Freunden im Bereich des Chiemsees unterwegs, um Eisvögel und Gimpel zu fotografieren. Als wir den Eisvogel entdeckten, warteten wir sehnsüchtig darauf, dass er von seinem Ansitz ins Wasser sticht, um einen Fisch zu fangen. Regungslos und fast eingefroren starrten wir mit dem Finger auf dem Auslöser locker 30 Min auf’s Kameradisplay, bis einer von uns plötzlich flüsterte “da sitzt ein Fuchs”.
Und tatsächlich, durch unsere komplette Starre fühlte sich der Fuchs wohl nicht bedroht, saß zwischen dem Schilf wer weiß wie lange schon und kam am vereisten Uferrand immer näher, bis er letztendlich darin verschwand. Die erste Sichtung und das erste Foto waren im Kasten. Achja: Gimpel gab’s keine und den Eisvogel nur von zu weit weg 😀
Zweiter Tag, zweite Sichtung
Wieder in Sachen Eisvogel und Gimpel unterwegs, wieder am Ort von gestern. Da, wo die Gimpel für gewöhnlich sind, war wieder nichts los. Lediglich einen Gimpel hoch oben im Baum konnte ich sehen und auch einigermaßen gut fotografieren. Runter zu den Beerensträuchern kam er jedoch nicht.
Auf dem Weg zum Eisvogelspot geht man einen schönen Spazierweg über Felder, der sich mehrmals windet. Und wie ich da so um die Ecke gehe, steht plötzlich der Fuchs in etwa 50 Meter Entfernung mitten auf dem Weg, sieht mich und verzieht sich ins Gebüsch. Da es sich um ein recht überschaubares Gebüsch handelte, dachte ich mir, dass er bestimmt gleich auf der anderen Seite wieder rauskommt. Also kauerte ich mich hinter einen Baum und wartete. Nur 1 Minute später betrat der Fuchs die offene Fläche. Ich drückte ab.
Serienfeuer! Pam Pam Pam Pam Pam!!! Mist! Kein silent shutter!
Fuchs bemerkt mich, schaut 5 Sekunden doof in meine Richtung, was mir genug Zeit gibt, nochmal eine Serie zu ballern, dann läuft er weg, so konnte ich ihn nochmal im Laufen fotografieren. Und da er innerhalb der Schärfeebene blieb, hatte der AF leichtes Spiel.
Der Eisvogel blieb an diesem Tag dafür dann komplett abwesend.
2 Tage, 2 zufällige Sichtungen
Die ultimative Bestätigung, dass die Ranz begonnen hat und dass die Sichtungschancen sehr gut sind. Was passiert erst, wenn ich wirklich mal aktiv nach den Füchsen suche, wenn ich schon einfach so über sie stolpere?













Diskussionsbeiträge (4)
hätte in den 3 Sekunden Zeit auch nichts gebracht. Platsch, hingesehen, Vogel taucht wieder auf, fliegt weg. Das waren max. 3 Sekunden. Hatte die Kamera ja in der Hand.
Regel Nummer 1, immer die Kamera parat haben. Ging mir oft auch so. Mittlerweile habe ich ein Brustgeschirr, und die Kamera immer griffbereit (Objektivdeckel natürlich ab). Das hat sich schon häufig bezahlt gemacht, die Tiere warten halt selten.
Danke Dir! Ja das ist immer schön, selbst wenn man dann mal die Kamera nicht parat hat. Hauptsache, man hat es mit eigenen Augen gesehen. So auch an diesem Tag, als es auf dem Weg zum Eisvogelspot neben mir im Fluss plötzlich platsch gemacht hat und ich 5 Meter entfernt den Eisvogel noch aus dem Wasser auftauchen sah. Mit einem Fisch im Schnabel. Da ich ihn da noch nicht vermutet hätte, war ich natürlich nicht bereit. Aber das geschah so nah, dass ich dem Fisch quasi in die Augen sehen konnte.