Auf Umwegen
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Die Idee für das Foto entstand völlig spontan. Um nicht zu sagen zufällig. Und an einem Tag ist auch nicht erzählt was war.
Dienstag, 09.12.
Anfang der Woche war das Wetter gut genug um neu gelernte graue Theorie in etwas Praxis umzusetzen. Also neue Kamera eingepackt, altes Zoom Objektiv, das Neue steckte bei der Post fest und auf Richtung Flughafen Frankfurt. Von Mannheim aus eine gute Stunde Fahrt. Kurz vor dem Frankfurter Kreuz geht es von der Autobahn aus, in Richtung einer der Ortschaften, die den Flughafen umgeben. Ein kleines Stück über eine Waldstraße, ereicht man schließlich einen Parkplatz, von dem es zu Fuß zum Spotter Point am Luftbrückendenkmal geht. Gut um Landungen bei Westwind zu beobachten, oder wie in diesem Fall Maschinen, die zum neuen Terminal 3 geschleppt werden.
Bei der Durchsicht der Bilder daheim kam ich auf den Gedanken mit dem neuen Objektiv, dem 150-600mm, sobald wie möglich an die Südbahn zu fahren. Die liegt nämlich genau in der Sichtachse meines Bildes. In der Verlängerung des Rollweges auf dem die A340 hier unterwegs ist. Hier lassen sich vor allem Bilder von startenden Flugzeugen machen.
Freitag, 12.12.
Donnerstag war das Sigma 150-600 dann endlich da, also musste nur noch das passende Wetter her. Und Zeit. Nicht ganz einfach bei mir. Sei es drum, Freitag Mittag passte aber alles. Früher Feierabend als gewöhnlich, klarer Himmel, Sonne und ich hatte sogar mein Auto dabei. So konnte ich zügig heim, meine Sachen Packen und mich wieder nach Frankfurt aufmachen.
Der gesamte Flughafen ist von Wald, oder Autobahnen eingerahmt. So auch die 18. Ich steige aus meinem Auto aus und so sehr ich vorhabe nach Flugzeugen ausschau zu halten, habe ich das deutliche Gefühl heute einen kleinen Waldspaziergang machen zu müssen. Vom Parkplatz aus laufe ich also durch ein Gatter im Zweieinhalb Meter hohen Zaun, der wohl Wild davon abhalten soll dem Flughafen zu nahe zu kommen. Ich stehe mitten in einem kleinen Laubwäldchen. Tiefstehende Mittagssonne fällt durch die Äste der Bäume und man hört Vögel. Irgendwo hinter mir heulen Motoren eines startenden Flugzeugs auf. Aber leiser als sonst. Als hätte man den Triebwerken Dämpfer verpasst, wie Trompeten in einem Konzert. Ich laufe ein Stück weiter und sehe, dass sich linker Hand ein Forstweg seinen Weg zwischen den Bäumen hindurch schlängelt. Was es am Ende des Weges wohl zu entdecken gibt, frage ich mich. Eine Kiesgrube? Eine Lichtung? Vielleicht auch einfach die nächste asphaltierte Straße.
Eine wunderschöne kleine Lichtung. Und kein Weitwinkel Objektiv weit und breit. Nicht mal im Auto. Aber irgendwie muss ich festhalten was ich da sehe. Und da hinten, ein Stück die Wiese hinein stehen Pilze…
Ich bin fast bis Sonnenuntergang im Wald geblieben. Flugzeuge habe ich an diesem Tag keine mehr fotografiert. Zu laut, zu brachial. Aber ganz bald wieder:-)













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