Antwerpen: Ein Band wird zur Walze
In dieser Story

Verliebt in Antwerpen
Schon länger wollte ich eine Fototour nach Antwerpen unternehmen. Als ich dann feststellte, dass ich noch einen wenige Tage gültigen Gutschein für den Flixbus hatte und es eine gute Verbindung zwischen Essen und Antwerpen gibt, war die Entscheidung gefallen. Und es sollte nicht bei diesem einem Besuch bleiben. Denn die flämische Metropole an der Schelde mit ihrer faszinierenden Mischung aus Geschichte, Kunst und Weltoffenheit zog mich in ihren Bann.
Reisevorbereitungen
Neben Bus- und Hotelreservierung beschäftigte mich natürlich die Frage, was ich fotografieren möchte. Eine arbeitsintensive Recherche in Reiseführern, YouTube Videos und Blogbeiträgen führte zu einer „Todo-Liste“. Wichtig war auch, dass alle Spots auf meiner Liste zu Fuß und/oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen waren. So gab es immer wieder neue Perspektiven auf viele Motive und nicht zuletzt konnte ich so meinem Spaß an der Streetfotografie ausleben. Jetzt musste nur noch das Wetter mitspielen.
Wahl des Motives für diese Story
Antwerpen bietet eine Unzahl von Motiven: historische und moderne Gebäude, den Hafen, das Leben im jüdischen Viertel und vieles mehr. Aber welches für diese Geschichte auswählen? Aus der Zahl meiner Bilder habe ich weder die bekannten Motive wie Hauptbahnhof oder Havenhuis gewählt, sondern mit der Zentrale von Umicore ein Beispiel seltener fotografierte moderne Architektur. Umicore ist ein belgischer Werkstofftechnologie- und Recyclingkonzern, der auch Niederlassungen in Deutschland hat. Es ist eines der wenigen meiner Motive etwas außerhalb der Stadt, aber dennoch in 45min mit Tram und Bus zu erreichen.
Das Zielfoto: Ein Band wird zur Walze
Bei dem Motiv faltet sich ein riesiges verzinktes Band zwischen den Etagen ein uns aus. Dieses Band ist zu sehen, wenn man sich dem Gebäude nähert, das durch ältere Industriebauten eingerahmt ist. Aber dieses Motiv fotografieren? Ich suchte nach Perspektiven, die das „Band“ in ihrer Gesamtheit zur Geltung bringen. Es war mir klar, dass dafür ein Ultraweitwinkel sinnvoll sein würde und habe deshalb mein XF 10-24 auf die Kamera geschraubt. Dadurch, dass ich dann ziemlich zentral von vorne fotografiert habe, wurde aus dem eine Walze.
Und Glück war natürlich auch dabei. Der vollständig mit einer weißen Wolkendecke verhängte Himmel riss auf und zeigte, wie auf den Bildern zu sehen ist, ein Wechselspiel von Wolken und blauem Himmel. Bei der Bearbeitung habe ich das Bild in schwarz-weiß umgewandelt, um die Strukturen besser zur Geltung zu bringen. Als ich mich dann auf den zurück in die Stadt machte, war ich zufrieden.
Und abschließend …
… kann ich zu meinen Fototouren nach Antwerpen nur Paul Panther zitieren: „Heute ist nicht alle Tage; ich komme wieder, keine Frage.“ Der nächste Trip ist bereits in Planung.













Diskussionsbeiträge