Amphitrite Lighthouse; Kanada
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Wir beginnen am 01.04.2022. Mein erster Tag in BC, Kanda – in einem für mich fremden Land, weit weg von Zuhause, in dem ich das folgene Jahr mit einem Truck & Wohnwagen unterwegs sein werde. Mit dabei ist meine Sportausrüstung (Ski, Mountainbike, etc.), ein paar Klamotten und natürlich ein voller Kamerarucksack.
Ca. 6 Wochen später hat mich mein Weg mit ein paar Weggefährten, welche ich vor Ort kennen gelernt habe, nach Vancouver Island verschlagen. Hier sollte ich knapp 5 Wochen verbringen und eines Tages kamen wir auf die Halbinsel von Tofino/Ucluelet. Wir suchten uns einen schönen Stellplatz für den Wohnwagen und machten uns in den nächsten Tagen daran, die gegend zu erkunden. Es reiht sich ein wahnsinig schöner Strand an den nächsten, vor einem nichts außer der leere Pazifik. An einem der ersten Tage besuchten wir tagsüber schon den He-Tin-Kis Park südlich von Ucluelet, wo mir schon der kleine Leuchtturm auffiel.
“Ein kleiner Leuchtturm vor dem leeren und dunklen Pazifik, gepaart mit einem sternenklaren Himmel & der Milchstraße?” Der gedanke kam mir sofort. Keine 5 Minuten später hatte mich mit der Hilfe von ein paar Handy-Apps herrausgefunden, dass sich die nächsten 2-3 Tage perfekt für die Milchstraße eignen sollten und das Wetter sollte auch halbwegs mitspielen.
In der ersten Nacht sollte es noch zu bewölkt sein, sodass ich zwar nachts aufgestanden bin um die lage zu checken, mich aber schnell entschieden hatte, garnicht erst loszufahren. In der zweiten Nacht sah das Ganze dann schon anders aus. Zwar nicht perfekt wolkenlos aber schon garnicht schlecht. Also schnappte ich mir meinen fertig gepackten Rucksack, hinterließ eine Nachricht an meine Gefährten und fuhr los.
Im Park angekommen, war der Parkplatz komplett leer – seltsam um 2 Uhr Nachts im dünn besiedelten Kanada. Da wir ja schon vor ein paar Tagen hier maren, wusste ich sofort welchen Weg ich einschlagen muss und war keine 10 Minuten später auch schon an dem Spot, den ihr jetzt sehen könnt. Die Milchtsraße tronten hinter dem Leuchtturm und ich habe sicherlich eine Stunde damit verbracht, eine schöne Komposition zu finden und vorallem auf einen guten Moment mit den Wolken zu warten.
Die Nacht war ruhig – kaum Wind, keine Geräusche aus dem Wald & keine Menschenseele weit und breit. Doch aufeinmal knackt es hinter mir garnicht mal so unerheblich. Erschrocken reiße ich meinen Kopf herrum, schalte gleichzeitg die Stirnlampe von Rotlicht auf maximale Helligkeit und die Gedanken schießen mir durch den Kopf “Schwarbär, Puma oder doch etwas anderes?” Es gibt hier allemöglichen, nicht aggresive, aber doch gefährliche Wildtiere. Als meine der Lichtkegel meiner Lampe den Bereich erreicht, in dem ich das Knacken vermute, erscheinen tatsächlich einige Beine von Wildtieren. Eine Sekunde später beruhige ich mich wieder – es sind doch nur ein paar Rehe, die eine kleine Wiese 10 Meter hinter mir abgrasen. Aber ich denke jeder, der Nachts schonmal fotografiert hat und eine ähnliche Situation hatte, und sei es nur eine schreiende Eule, weiß was ich ich in diesen paar Sekunden durchlebt habe.
Der Rest verlief ruhig – keine Überraschungen mehr und mein Foto hatte ich kurz darauf auch im Kasten. Also blieb mir nurnoch die Heimreise um am nächsten Morgen meinen Mitreisenden diese Geschichte zu erzählen
Schlussendlich ist es ein, meiner Meinung nach, tolles Bild mit einer coolen Story dahinter. Danke fürs lesen!











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