Sony arbeitet an einem Display, das 70 Prozent weniger Strom verbraucht

SonyAlphaRumors berichtet von einer neuen Display-Technologie namens FSC-LCD (Field Sequential Colour LCD), an der Sony gemeinsam mit TCL und Hisense arbeitet und die frühestens nach Q3 2026 in Alpha-Kameras einziehen soll. Die Quelle ist anonym, eine Bestätigung von Sony gibt es nicht. Technisch ist die Meldung aber gut begründbar.
Das Prinzip: Klassische LCDs haben vor jedem Pixel feste rote, grüne und blaue Farbfilter. Diese Filter schlucken so viel Licht, dass am Ende weniger als ein Drittel für das eigentliche Bild übrig bleibt und das kostet viel Energie. FSC-LCD lässt die Filter komplett weg und ersetzt sie durch eine RGB-Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung, die 720 Mal pro Sekunde zwischen Rot, Grün und Blau wechselt. Das menschliche Auge sieht das als normales Farbbild, aber der Stromverbrauch sinkt laut SAR um rund 70 Prozent.
Was das in der Praxis bedeutet, ist einfach zu verstehen: deutlich längere Live-View-Zeiten und längere Videoaufnahmen, bevor der Akku schlapp macht.
Plausibel wird das Gerücht durch Sonys eigene Vorarbeit. Im März 2025 hat Sony bereits ein RGB-Backlight-Display-System für große Bildschirme vorgestellt. Dazu kommt das Joint Venture Bravia Inc., das Sony und TCL 2027 gemeinsam starten (TCL hält 51, Sony 49 Prozent). TCL gehört zu den Treibern dieser Technologie und hat 2025 einen FSC-LCD-Fernseher-Prototypen auf einer Messe gezeigt.
Der vollständig filterlose Ansatz, um den es hier geht, ist allerdings die fortgeschrittene Stufe und steckt noch in der Forschung. Die Idee ist nicht neu, sie wird seit über 15 Jahren erforscht. “Nach Q3 2026” bedeutet realistisch: frühestens in Kameras, die Ende 2026 oder 2027 erscheinen. Die neu vorgestellte A7R VI kommt noch mit einem konventionellen Display.







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