Rollei Lion Rock Instinct: Neues Stativ für Tierfotografen

Rollei hat die Lion Rock Serie um eine neue Variante erweitert: das Lion Rock Instinct, konzipiert speziell für Tierfotografen. Es gibt es in zwei Ausführungen einmal mit Videokopf, einmal mit Kugelkopf und es tritt damit direkt gegen das bereits bekannte Lion Rock Traveler Pro an. Stephan Wiesner aht beide in der Praxis verglichen.

Was das Instinct vom Traveler unterscheidet

Auf den ersten Blick sind sich beide Stative sehr ähnlich. Beide kommen auf nahezu identische Maximalhöhe der Traveler auf 160 cm, das Instinct auf 161 cm und beide haben fünf Beinsegmente. Der wesentliche Unterschied liegt im Packmaß und im Gewicht: Das Traveler faltet sich auf 47,5 cm zusammen, das Instinct auf 55,8 cm. Beim Gewicht ist der Unterschied ähnlich überschaubar: 1,82 kg vs. 1,99 kg.

Was tatsächlich einen Unterschied macht: Die Traglast. Das Instinct trägt bis zu 25 kg, das Traveler 20 kg und das ist für Tierfotografen mit langen Teleoptiken ein relevanter Unterschied.

Traveler vs. Instinct: Fast gleiche Höhe, ähnliches Gewicht — aber mehr Traglast und größeres Packmaß beim Instinct.

Der Kopf macht den Unterschied

Was das Instinct wirklich von anderen Lion-Rock-Stativen abhebt, ist nicht das Stativbein selbst, das ist baugleich mit dem Traveler, sondern die Kopfoption. Wer das Instinct für Video kauft, bekommt einen Fluid-Videokopf mit Schwenkarm, Friktionseinstellung und Manfrotto-kompatibler Schnellwechselplatte. Für Fotografen gibt’s eine Kugelkopf-Variante.

Der Videokopf hat dabei einige Details, die in der Praxis auffallen. Die horizontale Panorama-Achse lässt sich separat von der Kugelkopfbewegung feststellen, man kann also das Stativ einmal ausrichten und dann nur noch horizontal schwenken, ohne den Rest neu justieren zu müssen. Für Landschaftsfotografen praktisch, für Tierfotografen im Gelände je nach Situation. Oben sitzt eine Wasserwaage, an den Beinen ein 3/8-Zoll-Anschraubpunkt für Teleskoparm, Monitor oder Videoleuchte sowie ein 1/4-Zoll-Anschluss für weiteres Zubehör.

Die Schnellwechselplatte hat einen Lock-Button mit Sicherung: Eingehängt und gesichert ist sie fest, mit einem Tastendruck lässt sie sich abnehmen. Wer im Feld zwischen Stativ und Handkamera wechselt, wird das schnell zu schätzen wissen.

Leicht. Und das ist Vor- und Nachteil gleichzeitig

Beide Stative sind für ihre Stabilitätsklasse sehr leicht. Das ist unterwegs ein klarer Vorteil. Wer aber mit dem Videokopf schwenken will, merkt, dass leichtes Stativ und fließende Schwenks sich nicht immer mögen. Lösung: Rucksack an den Haken hängen, der zu dem Zweck unten am Stativ sitzt. Das bringt genug Gewicht nach unten, um auch mit langen Brennweiten ruhig zu arbeiten.

Traveler oder Instinct – für wen was?

Das Traveler ist nach wie vor das überzeugendere Reisestativ wenn Packmaß die wichtigste Rolle spielt. Für ein Stativ dieser Stabilitätsklasse ist 47,5 cm bemerkenswert kompakt.

Wer aber regelmäßig mit Teleoptiken ab 400mm arbeitet und das ist für Tierfotografen der Normalfall, bekommt mit dem Instinct das sinnvollere Paket: mehr Traglast, die Wahl zwischen Foto- und Videokopf, und trotzdem ein für diese Klasse kompaktes und leichtes Stativ. Dazu geht es tief genug für Bodenaufnahmen, wenn man die Beine entsprechend spreitet.

Wer filmt und fotografiert, kauft am besten beides einen Kopf für Video, einen für Foto. Nicht das günstigste Modell, aber das flexibelste.

Hier findet ihr alle Details zu den Stativen: Lion Rock Pro Instinct

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Eine Antwort zu „Rollei Lion Rock Instinct: Neues Stativ für Tierfotografen“

  1. Avatar von Andreas Neff
    Andreas Neff

    Hallo,
    ich habe Seiten paar Tagen das Lion Rock Instinct mit Kugelkopf im Einsatz. Eins sehr gutes und wertiges Stativ. Bei der Höhe messe ich 164 cm bis zur Oberseite der Schnellwechselplatte. Die 3 cm sind aber nicht wirklich relevant. Bei der Justierung der Höhe muss ich mich noch etwas eingewöhnen da ich vorher ein Stativ mit Mittelstange verwendet habe. Die fehlende Stange erhöht jedoch die Stabilität erheblich. Der Kugelkopf ist gut zu bedienen. Im Gegensatz zu den Lion Rock Pro Kugelkopf kann man die Friktion der Kugel nicht separate einstellen. Beim lösen der Feststellschraube hat man jedoch genügend Stellwerk um die Klemmung langsam zu öffnen damit die Kamera nicht durchschlägt. Die Klemmung der Kugel hält gut. Bei schweren Objektiven Nikon 180-600 + Z 8 setzt sich der Kopf nach dem festziehen, das erschwert das Justieren, danach ist er fest. Nach 5 min konnte ich kein weiteres setzverhalten oder der Kamera feststellen.
    Im Rucksack ist das Gewicht ok, man kann es ohne Probleme seitlich am Rucksack befestigen ohne ständig irgend wo hängen zu bleiben.
    Zusammenfassend sind meine ersten Erfahrungen durchweg positiv.
    Gruß Andreas.

    PS:
    Danke für den Rabat Code.😀

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Stephan Wiesner
28.05.2026

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