Rollei 35 mm F1.8 an der Sony A7 V im Praxistest

35mm gelten als die klassische Reporter-Brennweite. Aber wie schlägt sich das neue Rollei 35mm f/1.8 (UVP: 349 €) im Praxiseinsatz? Stephan Wiesner hat es an der neuen Sony A7 V getestet – beim Reiten, in der Kneipe und im Studio.

35mm: Warum diese Brennweite in jede Tasche gehört

Eine 85mm Aufnahme ist schick, aber er erzählt oft keine Geschichte. Mit 35mm fotografierst du mehr. Du zeigst den Menschen in seiner Umgebung, ohne dass es so weitwinklig wirkt wie bei 24mm, was Portraits oft schwierig macht.

Ein großer Vorteil an modernen Kameras mit hoher Auflösung: Wenn 35mm mal zu weit sind, kannst du problemlos zuschneiden und hast immer noch genug Pixel für einen 50mm-Ausschnitt.

Praxis-Check: Reitsport & Mitzieher

Am Reitstall zeigt sich, ob der Autofokus mithält. Stephan hat das Objektiv dort beim Fotografieren eingesetzt.

  • Tipp für Weitwinkel: Achtet auf die Verzerrung! Alles, was zu nah am Rand ist, wird unnatürlich gedehnt. Hauptmotive gehören bei 35mm eher weg vom Rand.
  • Dynamik durch Mitzieher: In einer dunklen Reithalle im Winter ist Licht Mangelware. Statt nur die ISO hochzureißen, empfiehlt Stephan längere Verschlusszeiten für Mitzieher, um die Dynamik der Bewegung einzufangen.
  • Performance: An der Sony A7 V gab es beim Autofokus keine Probleme – selbst bei Serienbildern blieb der Sucher dank „Blackout-free“-Technologie klar.

Low-Light & Autofokus: Unterwegs in der Kneipe

In einer dunklen Kneipe muss das Objektiv zeigen, was Blende f/1.8 wert ist.

  • Autofokus-Test: Selbst durch eine Glasscheibe von draußen nach drinnen funktionierte die Augenerkennung der Sony A7 V in Kombination mit dem Rollei-Objektiv tadellos.
  • Reportage-Look: Die Lichtstärke ermöglicht es, die Stimmung einzufangen, ohne den Blitz nutzen zu müssen, was in solchen Umgebungen oft die Atmosphäre zerstört.

Technik & Bildqualität: Schärfe, Bokeh & Handling

Das Rollei 35mm f/1.8 bietet ein stimmiges Gesamtpaket:

  • Schärfe: Schon bei Offenblende ist das Objektiv sowohl in der Mitte als auch an den Rändern scharf.
  • Handling: Es gibt einen physischen Blendenring, einen AF/MF-Schalter und einen Funktionsbutton.
  • USB-C: Firmware-Updates können direkt über einen Anschluss am Objektiv eingespielt werden.
  • Filter: Mit 62mm Durchmesser nutzt Rollei ein sehr verbreitetes Maß, was den Austausch von Filtern (z.B. ND- oder Mist-Filter) einfach macht.

Fazit: Preis-Leistungs-Wunder oder Kompromiss?

Das Rollei 35mm f/1.8 hat im Test keine echten Schwächen offenbart. Es ist kompakt genug für den Sling-Bag, lichtstark für Low-Light-Reportagen und scharf genug für moderne Sensoren. Wer nicht das Geld für ein f/1.2 oder f/1.4 Monster ausgeben will (und das Gewicht nicht schleppen möchte), bekommt hier ein extrem rundes Paket.

Jetzt seid ihr gefragt: Ist 35mm für euch die “Immer-drauf”-Brennweite oder greift ihr lieber zum 50mm Klassiker?

Hier findet ihr alle Details zum Objektiv: https://www.rollei.de/collections/rollei-objektive

Eine Antwort zu „Rollei 35 mm F1.8 an der Sony A7 V im Praxistest“

  1. Avatar von Ulrich Grave
    Ulrich Grave

    Ich benutze mein Sony FE 35 / 1.8 in der Tat häufiger als das 50er. Ja, die Flexibilität ist einfach größer. Man hat immer ein Bild, welches den normalen Blick sehr nahe kommt und genug Raum für eine spannende Bildgestaltung. Insofern also das 35er als meine Normalbrennweite. Das Rollei werde ich nicht kaufen. Das Sony ist einfach spitze. Ein Vergleich mit dem 35er G Master habe ich aber nicht.

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ZIELFOTO Crew
28.01.2026

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