Rollei 24mm f/1.8 vs. Sony GM: Der Preis-Leistungs-Knaller für Sony E-Mount?

Muss es immer das teure G-Master sein oder liefert Rollei hier eine echte Alternative ab? Stephan Wiesner hat das neue 24mm f/1.8 (UVP: 349 €) an der 60-Megapixel-Maschine Sony A7R V getestet – mit überraschendem Ergebnis.

G-Master Alternative? Der erste Eindruck

Wenn wir an 24mm für Sony denken, schielen wir alle auf das legendäre 24mm f/1.4 G-Master. Aber braucht man das wirklich? Rollei bringt mit dem 24mm f/1.8 ein Objektiv, das größentechnisch in der gleichen Liga spielt, aber preislich in einer ganz anderen Welt unterwegs ist.

Die spannende Frage ist: Sieht man den massiven Preisunterschied im Bild? Stephan sagt ganz klar: Wenn du nicht direkt hin und her schaltest, wirst du den Unterschied zwischen f/1.4 und f/1.8 oder dem G-Master und dem Rollei kaum sehen.

Bildqualität & Schärfe: Hält es 60 Megapixel stand?

In der Praxis zeigt sich die wahre Leistung erst an hochauflösenden Sensoren. Stepan hat das Objektiv an die Sony A7R V mit 60 Megapixeln geschnallt.

  • Mitte: Schon bei Offenblende f/1.8 ist die Schärfe im Zentrum sehr gut. Abblenden bringt hier kaum noch Gewinn.
  • Ränder: Hier merkt man die Preisklasse. Bei f/1.8 sind die Ecken erwartungsgemäß etwas weich. Abgeblendet auf f/2.8 wird es gut, bei f/5.6 ist es dann auch in den Ecken knackscharf.
  • Vignette: Bei Offenblende deutlich sichtbar, aber leicht korrigierbar.

Bokeh & Look: Mehr als nur weitwinklig

Ein Weitwinkel kauft man nicht primär fürs Bokeh, oder? Doch! Gerade für den “Environmental Portrait”-Look (Mensch in Landschaft) ist das Freistellungsvermögen bei 24mm f/1.8 entscheidend. Das Rollei liefert hier ein überraschend angenehmes Bokeh ab, das Stephan “besser als erwartet” einstuft. Es eignet sich perfekt, um Personen vom Hintergrund zu lösen, ohne den Kontext der Umgebung zu verlieren – ideal für Reportagen.

Features & Handling: Was Rollei besser macht

Rollei hat auf die Community gehört: Das Logo auf dem Objektiv ist deutlich dezenter geworden als noch beim 85mm. Danke dafür! Ansonsten bietet das Objektiv alles, was der moderne Fotograf braucht:

  • Breiter Fokusring (mehr als daumenbreit).
  • Blendenring mit “De-Click”-Funktion für Filmer.
  • AF/MF Schalter und programmierbarer Funktionsbutton.
  • USB-C Anschluss direkt am Objektiv für Firmware-Updates.

Für wen lohnt sich das 24mm?

24mm ist die klassische Reportage-Brennweite. Es ist perfekt, wenn ihr “nah dran” sein wollt, aber dem Betrachter trotzdem zeigen müsst, wo ihr seid – sei es auf einem Fischkutter oder in einer engen Werkstatt. Es eignet sich hervorragend für:

  • Street-Fotografie bei Nacht (dank f/1.8).
  • Landschaft & Architektur.
  • Vlogging & Video: Der Look wirkt dynamisch und zeigt viel Umgebung.
  • Kreative Spielereien: Nutzt die Verzerrung bewusst! Hände oder Werkzeuge im Vordergrund wirken riesig und ziehen den Betrachter ins Bild.

Fazit: Sparen oder Investieren?

Das Rollei 24mm f/1.8 hat im Test keine echten Schwächen gezeigt. Wer nicht bereit ist, den Premium-Aufschlag für das letzte Quäntchen Randschärfe bei Offenblende des G-Masters zu zahlen, findet hier eine extrem starke Alternative. Dank der hohen Auflösung moderner Kameras könnt ihr zudem locker in den Crop-Modus gehen und habt quasi noch ein 35mm oder 50mm “eingebaut”.

Eure Meinung: Ist euch das G-Master-Label den Aufpreis wert oder investiert ihr das gesparte Geld lieber in Reisen?

Hier findet ihr alle Details zum Objektiv: https://www.rollei.de/collections/rollei-objektive

Schreibe einen Kommentar

Avatar-Foto
ZIELFOTO Crew
28.01.2026

Du bist interessiert an neuen Equipment?
Jetzt Angebot mit Bestpreis-Garantie sichern.