Panasonic Lumix: Großes Firmware-Paket für Kameras, Objektive und Apps

Panasonic hat am 10. März 2026 ein umfangreiches Update-Paket für das gesamte Lumix S-System veröffentlicht. Betroffen sind nicht nur Kamerabodies, sondern auch vier Profi-Objektive und beide mobilen Apps. Wer im Lumix-Ökosystem unterwegs ist, hat also an mehreren Stellen gleichzeitig etwas zu tun.

Alle Updates sind kostenlos und über den Panasonic Support verfügbar.

Was steckt in den Kamera-Updates?

Die Firmware-Updates unterscheiden sich je nach Modell, das lohnt sich genau anzuschauen.

S1R II (Ver. 1.5) / S1 II (Ver. 1.4) / S1 IIE (Ver. 1.4) / S5 II (Ver. 3.7) / S5 IIX (Ver. 2.7) erhalten drei Neuerungen: Kompatibilität mit dem neuen Richtmikrofon DMW-DMS1, Unterstützung für Lumix Flow Version 1.5 sowie allgemeine Stabilitätsverbesserungen. Das klingt überschaubar, ist aber für Videografen konkret spürbar: Ohne dieses Update erkennen die Kameras das DMW-DMS1 schlicht nicht, und der neue Director Monitor Mode in Flow steht nur mit der aktualisierten Kamerafirmware zur Verfügung.

S9 (Ver. 1.9) bekommt ausschließlich Stabilitätsverbesserungen. Keine neuen Funktionen, kein Mikrofon-Support. Für S9-Besitzer, die auf den EVF-Wunsch oder andere Feature-Erweiterungen gehofft haben, ist das eine Enttäuschung.

Das DMW-DMS1 ist kein gewöhnliches Aufsteckmikrofon. Es bietet 32-Bit-Float-Recording und sechs wählbare Richtcharakteristiken, vom engen Supercardioid für Interviews bis zu einer Weitwinkel-Einstellung für Umgebungston.

Das DMW-DMS1 mit 32-Bit-Float und sechs Richtcharakteristiken. Bild: © Panasonic

Objektive werden zu Steuerringen

Das vielleicht interessanteste Update betrifft die vier S-Pro-Objektive: das 16-35mm f/4, das 24-70mm f/2.8, das 70-200mm f/2.8 O.I.S. und das 70-200mm f/4 O.I.S.

Nach dem Update lässt sich der Fokusring dieser Objektive während des Autofokus-Betriebs mit einer frei wählbaren Funktion belegen. Was vorher ein passiver Ring war, wird damit zu einem echten Steuerring, ähnlich wie man es von anderen Herstellern bereits kennt. Für Videografen, die häufig mit einer Hand am Objektiv arbeiten, ist das eine spürbare Verbesserung im Workflow.

Dazu kommt eine weitere Kleinigkeit, die aber bei Objektiven mit hohem Drehmoment relevant ist: Die Drehrichtung des Fokusrings im manuellen Modus kann jetzt frei eingestellt werden. Wer zwischen verschiedenen Kamerasystemen wechselt, kennt das Problem mit entgegengesetzten Drehrichtungen.

Lumix Flow 1.5.0: Monitor-Modus für Regisseure

Die Lumix Flow App, die als Remote-Monitor und Kamerakontrolle dient, bekommt mit Version 1.5.0 einen neuen Director Monitor Mode. Das Smartphone oder Tablet spiegelt dabei das Kamerabild in Echtzeit, ähnlich wie ein externer Monitor, aber ohne zusätzliches Gerät.

Bild: © Panasonic

Im selben Modus lassen sich aufgezeichnete Clips direkt auf dem Smartphone-Display abspielen, bewerten und verwalten. Praktisch für Solo-Videografen, die nach einem Take schnell prüfen wollen, ob die Aufnahme sitzt, ohne zur Kamera zu gehen.

Neu ist auch die LUT-Auswahl für den LUT View Assist innerhalb der App. Wer mit Log-Footage arbeitet und eine Preview in einem bestimmten Look sehen möchte, kann die passende LUT jetzt direkt aus der App heraus aktivieren. Framelinien lassen sich ebenfalls direkt in Flow anpassen, was den Wechsel zwischen verschiedenen Seitenverhältnissen beim Monitoring erleichtert.

Lumix Lab 2.0.4: LUT-Verwaltung und bessere Bildbearbeitung

Die Lumix Lab App, Panasonics mobiles Bildbearbeitungs- und Transfer-Tool, bekommt mit Version 2.0.4 eine Funktion, die Nutzer mit vielen gespeicherten LUTs freuen wird: Mehrere LUTs können jetzt gleichzeitig ausgewählt und gebündelt auf die Kamera übertragen oder von ihr gelöscht werden. Bisher war das nur einzeln möglich.

Lumix Lab 2.0.4 mit erweiterter LUT-Verwaltung und verbesserter Bildbearbeitung Bild: © Panasonic

Beim Zuschneiden von Fotos lässt sich jetzt per Pinch-to-Zoom in das Bild rein- und rauszoomen und der Ausschnitt freier positionieren. Kleinere, aber willkommene Verbesserungen betreffen außerdem die Bluetooth-Verbindungsstabilität beim Pairing und die allgemeine UI-Übersichtlichkeit.

Was fehlt, und was das Update zeigt

Was das Paket nicht enthält, ist mindestens genauso relevant wie was drin ist. Der von vielen Nutzern gewünschte S9-EVF-Support taucht nicht auf, und neue Aufnahmemodi oder Codec-Erweiterungen fehlen ebenfalls. Das Update ist klar auf Workflow und Zubehör-Integration ausgerichtet, nicht auf technische Funktionserweiterungen.

Das ist aber auch ein Zeichen dafür, wie Panasonic mit dem Lumix S-System umgeht. Statt sporadischer Riesenupdates gibt es regelmäßige kleinere Pakete, die das System schrittweise erweitern. Für Nutzer, die das DMW-DMS1 einsetzen oder mit der Flow-App arbeiten, ist dieses Update konkret nützlich. Für alle anderen bleibt die Stabilitätsverbesserung der Kameras der einzige Anlass zum Updaten.

Habt ihr das Update schon eingespielt? Und welche Funktion vermisst ihr im Lumix S-System am meisten? Schreibt es in die Kommentare.

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ZIELFOTO Crew
16.03.2026

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