Lichtstärker geht’s nicht: Das erste 35mm Leica Noctilux ist da!

Das erste 35mm Noctilux ist da! Leica bringt mit dem Noctilux-M 1:1.2/35 ASPH. ein technisches Meisterwerk, das Lichtstärke neu definiert. Aber rechtfertigt der Preis den Nutzwert?

Der Mythos Noctilux erreicht die Reportage-Brennweite

Bisher war “Noctilux” das Synonym für 50mm (und später 75mm). Wer Lichtstärke wollte, musste mit dem engeren Bildwinkel leben. Jetzt bricht Leica diese Tradition. Das neue 35mm Noctilux verspricht den Look, den wir alle lieben: Diese plastische Trennung vom Motiv zum Hintergrund, aber eben mit der Weite einer klassischen Reportage-Linse.

Hand aufs Herz: Braucht man Blende 1.2 bei 35mm wirklich? Wenn man bei “Available Light” unterwegs ist, zählt jedes Quäntchen Licht. Aber bei Leica geht es oft weniger um die Physik als um das Gefühl – und das liefert dieses Glas zweifellos.

Technische Daten im Check

Leica hat hier nicht einfach nur Glas in ein Gehäuse gestopft. Der Einsatz von Precision Glass Molding (PGM) erlaubt asphärische Linsen, die extrem kompakt bauen. Das Objektiv wiegt gerade mal 416 Gramm – für ein Noctilux ist das fast schon “Leichtbau”.

FeatureDetails
Brennweite35 mm
Lichtstärkef/1.2
Optischer Aufbau10 Linsen in 5 Gruppen (3 Asph.)
Naheinstellgrenze0,5 m (erweitert)
Gewichtca. 416 g
BesonderheitFloating Element für Schärfe im Nahbereich
Preis (UVP)8.950,00 €
Weitere Informationen findest du auf der Leica Website.

Das Bokeh

In der Praxis zeigt sich: Das Bokeh ist “Noctilux-typisch” samtweich, aber das Motiv behält durch die moderne Rechnung einen extremen Kontrast.

Das 35mm Noctilux liefert diesen “filmischen Look”, ohne dabei fehleranfällig zu sein wie alte Rechnungen. Dank der Floating Elemente bleibt die Schärfe auch dann knackig, wenn man nicht auf unendlich fokussiert.

Nahaufnahmen: Die neue 50cm-Grenze

Ein echtes Highlight ist die Naheinstellgrenze von 50 Zentimetern. Das ist für Messsucher-Objektive ungewöhnlich (normal sind 70cm). Aber Achtung: Wer eine klassische M nutzt, muss ab 70cm auf den Live-View oder den neuen elektronischen Sucher (EV1) umsteigen. Der Messsucher koppelt physikalisch bedingt darunter nicht mehr.

Das eröffnet ganz neue Perspektiven für Details in der Street-Fotografie oder bei Porträts, bei denen man dem Gegenüber richtig “auf die Pelle” rückt.

Für wen ist das Objektiv geeignet?

Neuntausend Euro für ein 35mm Objektiv. Das ist eine Ansage. Ist es zehnmal besser als ein gebrauchtes Voigtländer? Vermutlich nicht. Aber wer das Maximum an Lichtstärke in Kombination mit der legendären Leica-Haptik und diesem speziellen Noctilux-Rendering sucht, kommt an diesem Glas nicht vorbei.

Es ist ein Werkzeug für Individualisten. Wer das Geld hat und die 35mm liebt, bekommt hier das aktuell technisch Machbare.

Was denkt ihr? Ist Blende 1.2 bei 35mm der neue Goldstandard oder tut es das Summilux auch?

Eine Antwort zu „Lichtstärker geht’s nicht: Das erste 35mm Leica Noctilux ist da!“

  1. Avatar von Jens Vogel

    Da kauf ich mir lieber 4 G-Master´s von dem Geld…

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ZIELFOTO Crew
30.01.2026

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