Fujifilm macht das GFX-Cinema-Duo komplett: das GF19-35mmT3.5 PZ OIS WR ist da

Fujifilm hat heute das zweite Mitglied seines GFX-Cinema-Zoom-Paares offiziell angekündigt: das FUJINON GF19-35mmT3.5 PZ OIS WR. Erhältlich ab Ende Juli 2026. Es ergänzt das bereits erschienene GF32-90mmT3.5 PZ OIS WR und schließt damit den Weitwinkelbereich für die GFX ETERNA 55, Fujifilms Large-Format-Cinema-Kamera.
Was dieses Objektiv ist und für wen
Das GF19-35mm ist kein Fotoobjektiv, das auch für Video taugt. Es ist ein Cinema-Zoom, das von Grund auf für professionelle Filmproduktion entwickelt wurde. Mit T-Stops statt f-Stops, einheitlichen 0.8M-Getriebezähnen für Follow-Focus-Systeme, einem 200°-Fokusweg für präzise manuelle Fokussierung, Iris- und Fokusringen, die auch per Lensmotor angesteuert werden können, und einem Power-Zoom-Mechanismus, der sowohl motorisiert als auch manuell bedienbar ist.
Die Zielgruppe ist klar: Cinematographen, die auf dem 44×33mm-Großformatsensor der GFX ETERNA 55 drehen und ein vollständiges, abgestimmtes Weitwinkel-Setup suchen.

Die Idee hinter dem Duo
Der entscheidende Designgedanke ist die Interoperabilität zwischen beiden Objektiven. GF19-35mm und GF32-90mm teilen identische Außenabmessungen, gleichen Filterdurchmesser, gleiche Getriebeposition der Fokus-, Zoom- und Irisringe und das ist filmtechnisch der wichtigste Punkt, eine konstante T3.5 Blende. Das bedeutet: Kein Belichtungsausgleich beim Objektivwechsel, keine Neubalancierung am Gimbal oder Rig, kein Zubehör-Tausch. Auf einem Set mit kleiner Crew, wo Geschwindigkeit und Verlässlichkeit entscheidend sind, ist das erheblich.
Zusammen decken beide Objektive 19 bis 90mm ab, was auf dem GFX-Sensor einem Kleinbildäquivalent von rund 15 bis 71mm entspricht, von Ultraweitwinkel bis Standard, lückenlos mit einer einzigen Blende.
Optik und Konstruktion
Der optische Aufbau des 19-35mm umfasst 23 Linsen in 15 Gruppen, darunter vier ED-Linsen und drei asphärische Elemente. Die Irisblende hat 13 Lamellen für einen möglichst runden Bokeh-Charakter auch bei abgeblendeter Öffnung. Nano GI-Vergütung reduziert Flare und Geisterbilder bei Gegenlicht.

Fujifilm nennt ausdrücklich die Breathing-Reduktion als Konstruktionsziel: Durch Optimierung der internen Struktur des Objektivtubus und der Position der optischen Elemente werden plötzliche Änderungen des Bildwinkels beim Fokussieren unterdrückt. Für Cinema-Arbeit unverzichtbar.
Trotz der Größe des Sensors und der integrierten Motoren wiegt das Objektiv rund 2,1 kg bei einer Länge von 222 mm, für ein Cinema-Großformatzoom ein vertretbares Ergebnis.
Power Zoom ist ausschließlich mit der GFX ETERNA 55 und der GFX100 II kompatibel. An anderen GFX-Kameras kann das Objektiv manuell genutzt werden, aber die elektronische Zoomsteuerung entfällt.

Was das im Markt bedeutet
Fujifilm hat mit der GFX ETERNA 55 und diesen zwei Cine-Zooms eine vollständige Large-Format-Cinema-Lösung zusammengestellt, die direkt in den Bereich zielt, den bisher hauptsächlich RED, ARRI und Sony Venice bedienen. Der GFX-Sensor ist mit 44×33mm größer als Vollformat und rund 1,7-mal so groß wie ein konventioneller 35mm-Sensor, was Schärfentiefen und Bildeindruck entsprechend beeinflusst.
Ein Preis für das GF19-35mm ist noch nicht kommuniziert worden. Das GF32-90mmT3.5 PZ OIS WR ist als Vergleichspunkt bekannt, an diesem Preispunkt orientiert sich das 19-35mm vermutlich ebenfalls.







Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.