Moin.
Ich habe gestern mit meiner a7 III und dem Sigma 100-400 im Garten ein paar Vögel fotografiert. Das war mein erster richtiger Versuch, da es eigentlich nicht mein Bereich ist. Allerdings hat es wirklich Laune gemacht und nächstes Wochenende versuche ich es noch mal. Muss auch mein Versteck besser tarnen.
Jedenfalls sind mir aber schon ein paar gute Bilder gelungen und da war eines dabei das sich absetzt, da ich genau den richtigen Moment erwischt habe (10 Bilder die Sec).
Allerdings ist der Flügel nicht komplett scharf. Ich hatte "nur" eine 1/1000 eingestellt, da für die Piepmatze auf der Stange oder im Häuschen mehr nicht nötig war und ich den ISO halt etwas geringer halten wollte.
Nun überlege ich, ob ich davon eine ZF-Story mache. Nur denke ich mir "Das Foto ist halt nicht komplett scharf!". Nicht falsch verstehen, mir gefällt es sehr und darauf kommt es in erster Linie ja an.
Aber ich frage mich, wie schaut das aus, wenn man das ganz objektiv bewertet? Ist sowas ganz nüchtern betrachtet ein Fehler der das Bild abwertet und ihm das Besondere nimmt?
Oder ist das völlig irrelevant, weil halt das Motiv und der Moment überzeugt? Und es in der Tierfotografie eh sehr schwer ist, ein "perfektes" Bild zu bekommen und man nehmen sollte, was man bekommt?!
Keine Ahnung wie ich das besser beschreiben soll. Sind halt dann Selbstzweifel: Findet man ein Bild toll, das alle anderen eher durchwinken würden, da die Belichtungszeit zu gering war?
Für die Bearbeitung habe ich ein Moody-Preset genommen da ich finde, das passt ganz gut zur Unschärfe. Hab auch einmal "Entrauschen" drüber gelegt.
Mich würde da andere Meinungen sehr interessieren. Danke.
Servus Sebastian,
da ich nicht zu Hause bin, kann ich auf meinem iPhone leider nicht auf die Excif-Daten zugreifen.
1/1000 friert eigentlich schon gut ein. Daran sollte es nicht liegen.
Wenn ich rein zoome, so sind Teile der Schwinge scharf. Die feine Struktur der Federn gut sichtbar.
Ich denke, es liegt eher daran, dass die Federn nicht alle in derselben Ebene liegen.
Ich besitze das Sigma 100-400mm selbst nicht. Laut Google hat es bei 400mm F6.3 wie auch das Sony 200-600mm bei 600mm.
Was du mal probieren kannst ist, die Blende schließen auf F8 oder F9 um mehr Tiefenschärfe zu bekommen.
Du kannst auch nochmal die Verschlusszeit auf z.B. 1/1600 oder 1/2000 verkürzen.
Lade gerne dein Ergebnis nochmal hoch.
Grundsätzlich gilt, das Foto muss dir gefallen. Wenn du es der Welt präsentierst, so wirst du immer irgendwelche Wabbler haben, die dir dein Bild schlecht reden. Das ist bitte nicht zu verwechseln mit Menschen, die dir konstruktive Kritik äußern.
Bei der Tierfotografie brauchst du mitunter sehr viel Geduld. Gerade bei Wildtieren. Diese zeigen sich mitunter überhaupt nicht. Ich hab’ auch schon viele Tage hinter mir, da wollte ich Turmfalken im nahegelegenen Landschaftspark fotografieren. Absolut leerer Himmel. Nichts da. Nicht mal eine Krähe.
Du brauchst auch einfach viel Glück. Das berühmte “zur richtigen Zeit am richtigen Ort.”
Bei meiner aktuellen Foto-Story mit dem Eisvogel hatte ich Glück, dass er sogar näher zu mir hingeflogen ist.
Ich erinnere mich noch an ein Interview mit einem Profi-Tierfotografien für National Geographic. Er brauchte 1 Jahr (!) für das Foto, dass letztlich im NG Magazin veröffentlicht wurde. Ich glaube es waren Grizzlybären beim Lachsfischen.
Gib’ also nicht auf! Mit Zeit, Übung und Erfahrung werden dir auch tolle Bilder von Tieren gelingen. 😊👍
Danke für die Tipps und netten Worte.
Werde die auf jeden Fall mal anwenden und ausprobieren.
Bei dem Bild habe ich das erst gar nicht mitbekommen, sondern erst in der Nachbearbeitung gesehen, das der Flügel da so cool im Ganzen zu sehen is.
Sowas sind immer tolle Überraschungen.
Mit ruhigen Vögeln hat das ganz gut geklappt. Häng mal 2 Fotos an.
Aber wie ich schon schrieben, muss ich mein Versteck unbedingte besser tarnen. Wird lustig.
Das andere is wohl zu groß. Kann ich jetzt am Handy nicht ändern.
Ist nur ein Screenshot.
Ich denke nicht, dass du hier an einem Verwackler gescheitert bist, unten rechts siehste ziemlich genau, dass die Schärfe schon irgendwo vorhanden ist im gestrüpp, d.h. Unschärfe durch Verwackeln ist hier eher zweitrangig. Die Fokusebene ist deutlich vor dem Körper des Vogels, weshalb auch der unscharf ist, obwohl wenig bewegt, während der Flügel gewisse Schärfe zeigt -aber nur in dem weniger bewegten unteren Teil. Ich denke das ist hier klassische Bewegungsunschärfe im Flügel, 1/1000 kann zwar für Vögel im Flug, oder sehr große Vögel ok sein, ist aber nicht ausreichend um den Flügelschlag kleiner Vögel im Aufsteigen vollständig einzufrieren... hättest hier sicher 1/2000 oder noch kürzer benötigt.
Um auf die initiale Frage zu antworten: "perfekt" muss es natürlich nicht sein.... die Bewegungsunschärfe im Flügel würde mich auch überhaupt nicht stören, eher die unschärfe des Körpers, wegen fehlfokus - hier kann aber ein AI tool zur fehlfokuskorrektur eventuell etwas abhilfe schaffen (kannst du die Raw datei eventuell teilen?). Ansonsten find ich die Bildkomposition ganz ansprechend, etwas weniger Gestrüpp unten links wäre zwar wünschenswert, aber man kann sich ja nicht aussuchen, wo der Vogel wie sitzt.....
Danke für die konstruktive Kritik. Ist notiert.
Das mit dem Gestrüpp und einen möglichen Landepunkt kann ich vielleicht noch ein wenig ändern. Ich habe mir hier ein Vogelhaus besorgt und da eine Art "Landebahn" angebaut. Und diese dann mit Zweigen etwas getarnt, damit es natürlicher aussieht.
Ich werde mal ein paar Zweige entfernen und die etwas stutzen. Vielleicht schraube ich auf die Landebahn noch eine kleine Leiste, damit die Tiere etwas höher sitzen und es etwas einfacher für den Fokus ist. Mal schauen...muss noch tüfteln.
Was ein KI Tool angeht, wollte ich mich damit auch schon längst mal beschäftigt haben. Zum Beispiel Topaz. Steht auf meiner Liste.
Über den Link müsste es gehen. Da bin ich mal gespannt aber bitte keine Umstände. (Geht wohl nur ohne AdBlocker)
https://www.file-upload.net/download-15445449/RAWVogel.dng.html
Servus Sebastian,
ich habe mal versucht das Bild mithilfe von Topaz Photo AI zu "reparieren".
Damit ist auch der Kopf des Vogels scharf. Für mich ist Topaz Photo AI ein geniales Tool.
Groovy, vielen lieben Dank. Schaut klasse aus. Ich muss mich unbedingt auch mal damit befassen.
Nur mal schnell das gleiche Preset draufgelegt, ohne sonst noch was zu machen. Puh. Heftig was alles geht.
Ich hab auch nal kurz mit AI nachgeschärft, aber bewusst etwas stärker als Roy, um den effekt zu maximieren, daher leider auch mit paar merklichen artefakten. Ansonsten nur mit LR kurz nachbearbeitet. Es soll aber eigentlich auch nur verdeutlichen, dass trotz des unscharfen Flügels, ein sehr ansehliches/ästhetisches Bild rauskäme, wenn der Vogel selbst im Fokus gewesen wäre... die Wirkung des Originals ist halt nicht da weil irgendwie nichts wirklich "das" motiv ist, weil der verwaschene Flügel selbst irgendwie nicht als Motiv taugt. Mit scharfem Körper aber unscharfem flügel wäre gerade der Kontrast zwischen "statischem" Vogel im sehr "dynamischen" Abflug gerade das, was mich am Bild reizt. Schade, dass das original da nicht nen funken besser war. Aber weiter so, sehr cooles Ding!
Mit scharfem Körper aber unscharfem flügel wäre gerade der Kontrast zwischen "statischem" Vogel im sehr "dynamischen" Abflug gerade das, was mich am Bild reizt
Das war ja auch irgendwo Teil des Grundgedanken den ich bei der Frage hatte. Der Flügel sticht sofort ins Auge aber man sieht die Unschärfe dort sofort. Also würde dieser "Fehler" automatisch das restliche Bild abwerten?! Wenn der Rest scharf wäre!
Ich finde dein Gedankengang mit dem Kontrast sehr spannend und würde das auch absolut genauso sehen. Aber da war ich mir halt im Vorfeld unsicher, wie andere das sehen würden. Man will sich ja auch verbessern und lernen.
Schade, dass das original da nicht nen funken besser war. Aber weiter so, sehr cooles Ding!
Vielen Dank. Ich bleib dran. Konnte mir ja schon hilfreiche Tipps notieren! Das motiviert nochmal zusätzlich.
Heute habe ich es nochmal versucht, nachdem ich mein Versteck und das Gestell zum Landen nochmal überarbeitet habe. Weniger Äste und an einen leicht senkrechten Ast mit einer "Landeplattform" angebaut.
Plan war der, dort ein paar Vögel im Landeanflug zu erwischen. Das hat aber leider nicht geklappt, da das Wetter einfach zu schlecht und der Himmel tiefgrau war. Unter den Bedingungen konnte ich die Belichtungszeit und die Blende nicht optimal anpassen. Ich habe bei den meisten Fotos schon stärker unterbelichtet aber dafür war das Limit erreicht.
Ich fürchte auch, das ich mir dafür einen anderen Platz suchen muss. Und dann vielleicht aus einem kleinen Zelt oder so beobachten muss (wie es z.B. Chris Kaula nutzt). Falls das überhaupt ausreicht. Ich glaube, hier scheitert es schon an meiner a7 III mit dem Fokus.
Ein paar Millimeter zu hoch, um nach Oben mehr Luft zu haben und das Ding fokussiert nur noch auf den Hintergrund. Selbst wenn dann ein Vogel geflogen kommt, geht der Fokus kaum auf das Tier. Ich habe dann auf die Plattform fokussiert aber damit wären Vögel im Anflug dann out of Focus gewesen.
Das gleiche mit den Tieren, die im angebautem Vogelhaus gelandet sind. Trotz Tierfokus waren nahezu alle Fotos Mist, da das Tier nicht erkannt wurde und der Fokus immer auf das Gehäuse ging. Na egal.
Ich versuche das nochmal, wenn das Wetter wieder mitspielt und ich mehr Optionen bei den Einstellungen haben. Jedenfalls bin ich aktuell enorm angefixt und hätte Lust auf mehr. Vor allem, wenn dann im Frühling die Felder Blühen. Diese Bilder mit Vögeln im z.B. Rapsfeld, sehen einfach mega klasse aus. Ich will mir eh die kommende a7 V holen, damit hätte sich das Fokus-Problem gelöst. Ich muss nochmal in mich gehen, ob ich dann mein Sigma 100-400 dann an Foto Hamer verkaufe, denn eigentlich stehen andere Objektive etwas weiter Oben auf meiner Liste (Laowa 90mm/Sigma 16-28).
Im nächsten Post kommt nochmal ein Foto von einer Kohlmeise. Nix besonderes aber hat mich am Ende doch gefreut, da heute sonst nur Blaumeisen unterwegs und nahezu alle anderen Sorten nur beim Nachbarn waren.
Hallo
Sehen doch schon sehr viel besser aus. Wenn du Vögel im Landeanflug fotografieren willst, hilft vielleicht auf einen Punkt oberhalb der Plattform zu fokussieren und dann in den manuellen Fokus umzustellen. Vielleicht wenn jemand anderes die Hand oder ähnliches dorthin hält zum fokussieren. Und dann wenn die Vögel im Landeanflug sind Dauerfeuer. Hab ich auch schonmal am Nistkasten gemacht.
Servus Sebastian,
na geht doch! Deine Geduld hat sich ausgezahlt. Die Bilder sind scharf! Dir wird sicherlich, mit Geduld, nochmal ein Bild wie das mit dem Flügelschlag gelingen. Dann wird der Vogel bestimmt scharf sein. 😊👍
Moin.
Da Topaz hier kurz Thema war, nutze ich mal die Möglichkeit für eine Frage zu dem Programm.
Ich habe gestern angefangen, etwas für die Insekten-Saison 2025 zu üben. Makro mache ich erst seit dem Spätsommer 2024 und habe mich am Anfang eher mit anderen Dingen beschäftigt bzw. bin damals bei den Krabblern nur oberflächlich rangegangen. (da noch mit dem Sigma 105mm 1:1)
Mittlerweile habe ich zusätzlich das Laowa 25mm 2,5-5:1 (ein einfacheres 2:1 soll ja noch kommen). Jeeeedenfalls, habe ich mich an einer Fliege versucht und das hat schon ganz gut geklappt. Auch wenn das Tier echt ziemlich ramponiert war. Aber war ja nur Mittel zum Zweck.
Ich poste dazu 2 Bilder, die je aus ca. 40-50 Einzelbildern entstanden sind. An den kleinen Haaren sind recht deutlich verschwommene Bereiche/Unschärfen zu erkennen. So ganz weiß ich nicht, wie ich das schon aus eigener Hand vermeiden kann. Ich habe den Makroschlitten wirklich nur angehaucht. Ist da der Fokus meiner a7 III schon überfordert?
Aber zur eigentlichen Frage: Bekomme ich das bei Topaz AI auch behoben oder zumindest verbessert?
Guten Morgen Sebastian,
ich habe beide Bilder mal durch Topaz Photo AI gelassen.
Die Problemzone bleibt bestehen. Ich glaube, was es bei den Aufnahmen schwierig gemacht hat, ist der bauschige Pilz auf der bereits toten Fliege.
Ha. Fast auf den Tag genau ein Jahr später stelle ich die gleiche Frage nochmal. Oder zumindest so ähnlich.
Ich habe wieder an meinem gewohnten Platz versucht Vögel zu fotografieren. Letztes Jahr noch eher sitzende, ruhigere Tiere und formatfüllender. Alles etwas simpler, selbst für meine damalige a7 III. Ausgenommen mein damaliges Beispielbild ganz am Anfang.
Dieses Jahr bin ich dann mit (vielleicht zu) großen Erwartungen rangegangen, da die a7 V angekommen ist. Motiverkennung, besserer Fokus, 15 Bilder bei Drittanbieter, im manuellen Fokus an Drittanbieter sogar 30 Bilder und PreCapture. Was soll da schon schief gehen?!
Ich wollte gezielt auf Fotos gehen, von Vögeln im An- und Abflug. Flügelschlag einfrieren usw. Das ist mir auch gelungen. Rein von den Motiven bin ich absolut nicht unzufrieden. Nur was die Perfektion angeht, war das eher nüschts.
Ich weiß, das diese Art von Bildern sehr schwer is. Sekundenbruchteile, technische Grenzen, individuelle Fehler, keine Erfahrung in der Vogelfotografie und mit dem Sigma 100-400 wohl auch nicht das beste Objektiv dafür.
Ich habe ein wenig mit Topaz rumgespielt, es dann aber gelassen und mich bewusst dagegen entschieden. Zu schnell wurde ein Bild Verschlimmbessert. Da waren mit die Unschärfen und De-Fokus lieber, als das es zu glatt und künstlich aussieht. Vor allem bei den Federn ist das schnell passiert.
Die Beispielbilder, die ich gleich Hochlade, sind mit WhatsApp verkleinert. Deswegen sehen die besonders kacke aus. Mir geht´s nur darum zu verdeutlichen, was ich meine. Hauptsächlich der Fokus. Ich denke, das wird auch so klar. Ansonsten kann ich die auch nochmal bei LrC etwas verkleinern. Aber vorerst habe ich mir das gespart.
Bei den Bildern ohne Schnee war ich im AF mit PreCapture und 1/2000. ISO meistens zwischen 6400-8000. Die Bilder im Schnee dann im MF mit Fokus an den Rand des Vogelhauses und 1/2500. ISO 1000-2000.
Hier sind ja ganz sicher User mit mehr Erfahrung. Daher gehen mir hauptsächlich 3 Fragen nicht aus dem Kopf:
1. Was kann ich besser machen?
2. Und kann man überhaupt sehr viel besser machen? Oder muss man damit Leben, das diese Art von Fotos eben sehr schwer sind?
3. Ich habe natürlich sehr auf den PreCapture gehofft aber gemerkt, das der in dieser Situation auch sehr nachteilig sein kann. Im AF. Man drückt halb durch, die Kamera fokussiert auf einen Punkt und DANN muss der Fokus SOFORT auf einen blitzschnellen(!!!) Vogel springen, bevor dieser landet. KANN das überhaupt klappen? Oder hat der hier seine Grenze erreicht? Zumindest an der a7 V?
Danke. Ah, ich sehe...ich kann nur ein Bild pro Post laden. Dann antworte ich mehrmals auf mich, falls das klappt. Falls nicht, sollte das eine Foto ggf. ausreichen um zu erklären, was ich meine.
Bild 6.
Falls jemand die Lust verspürt, sich das gespammen anzutun. Sorry.






