Hallo Community,
ich was die Fotografie angeht recht neu (und mit 40+ auch irgendwie zu spät dazu gekommen in meinen Augen) und besitze erst seit August 2025 eine Kamera (R100), gefolgt von meiner R6 Mark II vor einem Monat. Das Interesse hat sich doch sehr in Richtung Tierfotografie verschoben, weswegen ich auch das RF 100-400mm f8 mein eigene nenne. Jetzt ist man ja durch Instagramm und Co sehr geprägt, und sieht auch bei YT und Co viele Fotos, welche mit dem gleichen Objektiv gemacht wurden... natürlich alle knackscharf und perfekt, wie mittlerweile so üblich.
Die letzten Tage war ich viel am Bingenheimer Ried unterwegs, auch um einfach zu lernen. Wie tracke ich schnelle Vögel? Welche Mischung aus Blende und Verschluss macht wie Sinn (ISO lasse ich auf Auto)? Jeden Abend Fotos ansehen, wegwerfen, nachbearbeiten und nachlesen, wie es besser geht.
Die letzte Session war dann erst vor wenigen Tagen, leider war das Licht echt nicht gut, aber es gibt ja gar keine schlechten Fototage, und ISO-Rauschen lässt sich halbwegs gut herausrechnen....
Die Bachstelze wurde aus ca 10-15m Entfernung aufgenommen, f8 1/2000 ISO 1600. Ich habe es der Größe wegen auf 50% zugeschnitten, ansonsten entspricht es dem RAW. Erwarte ich hier einfach zuviel? Ich hätte bei der Entfernung eigentlich gedacht, dass ich das bei einem ruhenden Objekt deutlich schärfer hin bekomme... Denn von der Schärfe her ist es nicht besser als andere Fotos von fliegenden Lachmöwen, die deutlich weiter weg waren (auch bei f8 und 1/2000), und das wundert mich dann doch sehr.
LG aus dem Taunus und danke für die Antworten im Vorraus
Servus Pascal,
gleich vorneweg, ich fotografiere seit 2020 ausschließlich mit Sony. Die kurze Antwort auf deine Frage ist: Ja, die Erwartung ist zu hoch.
Die lange Antwort:
Deine Canon R6II löst nur mit 24,2 Megapixeln auf. Das ist bei Tierfotografie/Wildlife relativ wenig. Insbesondere dann, wenn du das Tier nicht formatfüllend aufnehmen kannst. Wenn du so nah an das Tier kommst, dann sollte das Bild knackscharf sein, außer der Fokus sitzt nicht.
Dies liegt zumeist daran, dass die Tiere (sehr) weit weg und zudem sehr klein sind. Dann reicht die Brennweite nicht. 400mm ist unterstes Mimimum. 600mm ist Standard. 800mm und mehr Brennweite sind Extraklasse.
Zurück zu den Megapixeln. Je weiter das Tier von dir entfernt ist, desto weniger Auflösung erfährt das Tier. Bei mehr Megapixeln wird das Tier höher aufgelöst und wirkt dadurch schärfer. Daran ändert auch ein gutes Objektiv nicht. Stell dir das vor wie eine Briefmarke, die du auf A4 skalierst. Hierbei wird eine zu geringe Auflösung aufgeblasen. Das Ergebnis ist unscharf und matscht.
Ich nutze aktuell die neue Sony A7RVI, hier habe ich deutlich mehr Megapixel im Einsatz. Damit kann es sein, dass die Bachstelze scharf abgebildet worden wäre. Warum wäre? Fokus wurde falsch gesetzt, Distanz doch zu groß, falsche Belichtungszeit.
Ich will hier auch keine Werbung für Sony machen, bekomm' ich eh nicht bezahlt.
Die EXIF-Daten sehen grundsätzlich gut aus F8 (mehr gibt das Objektiv nicht her), ISO 1600 (vermutlich den Lichtverhältnissen geschuldet) und 1/2000 Sekunde. Bei der Verschlusszeit kannst du schauen, ob du in dem Moment weniger also z.B. 1/800 nimmst. So sparst du ISO. Außer du hast darauf gewartet, dass das Tier jeden Moment loshüpft oder wegfliegt.
Wenn du mehr auf Wildlife gehen willst, dann schau' im Canon-Line-up nach einer Kamera mit mehr Megapixeln. Oder, ohne Geld zu investieren, du versuchst deutlich näher an die Tiere ranzukommen. Dann kannst du, wie eingangs geschrieben, auch tolle formatfüllende Aufnahmen mit 24 Megapixeln machen. Das schreiben nämlich die allermeisten auf Instagram nicht dazu, wie nah sie an den Tieren waren und wie lange sie für das Foto warten mussten.
Danke für die Antwort, dann war meine Vermutung ja richtig. Ein neuer Body ist (erstmal) keine Option, immerhin gab es die R6M2 ja gerade erst frisch dazu. Von daher wäre die Option eher erstmal Objekte zu suchen die mir ermöglichen näher ran zu kommen. Müssen ja auch keine Vögel sein, die bieten sich halt an weil man sie quasi stets vor den Augen hat 😉
Ich war heute im Wildpark um die Ecke, mal sehen wie da die Ergebnisse sind. Ist halt alles relativ dunkel, aber dafür kam man an viele Tiere auch im Freigehege sehr sehr nah ran. Nicht ganz "echtes" Wildlife, aber jeder fängt ja mal klein an.
Was das Thema Sony angeht:
Tatsächlich hatte ich vor dem Kauf der R6 nachgedacht, ob ich nicht gleich das ganze System wechsle, immerhin habe ich von Canon bisher ja quasi kaum etwas gekauft. Aber das hat das Budget nicht mit gemacht, daher blieb es bei Canon. Vielleicht warte ich einfach auf eine R5 Mark III und geh dann wieder shoppen, das wäre dann sicherlich ein genauso gutes Update wie von der R100 auf die R6 Mark II.
Servus Pascal,
die R6II ist keine schlechte Kamera, nur eben bedingt geeignet für Tierfotografie.
Na klar, Wildpark ist eine gute Idee und eine hervorragende Möglichkeit sich und das eigene Equipment zu testen. Ja, da kann die F8 schnell an ihre Grenzen kommen, sobald es schattig wird.
Wie nehm' ich einen Vogel im Flug auf? Wie bekomm' ich den Vogel in ins Bild? Wie gut packt der AF?
Ich hab' bei mir im Wildpark auch geübt. Das ist nichts wofür du dich schämen müsstest. Ich fotografiere seit der Kindheit, hab' aber noch nicht ausgelernt. Fotografie ist ein beständiges Weiterentwickeln und Reflektieren der eigenen Fähigkeiten. Instagram gibt gerne den Eindruck, dass es nur perfekte Fotos gibt. Das ist nicht die Realität. Wie auch in meiner ersten Antwort, du erfährst mehrheitlich nicht, wie lange es gedauert hat diese Aufnahme zu bekommen. Ich habe mal ein Interview mit einem Fotografen für National Geographic gelesen. Ich glaube, da ging es um einen Jaguar im Regenwald. Der Mann ist ein ganzes Jahr (!) jeden Tag im Regenwald gelegen und das für Stunden, um dieses eine Bild zu bekommen. Ist nicht mein Ziel, aber nur um mal einzuordnen wie manche Bilder auf Instagram entstanden sind.
Nicht aufgeben, weiter Fotos machen. 😉
Ich kann mich dem Roy nur anschließen. Nähe ist alles, wenn du "nur" 24 MP hast. Ich selbst hatte bis vor Kurzem eine Nikon Z6III. Eine Kamera, die überall hervorragend wegkommt, auf einer Stufe mit der Canon R6II und auch III, schneller Sensor und und und. Aber eben auch nur 24 MP. Ich fotografiere super gerne Eisvögel. Wenn ich wieder daheim bin, hänge ich hier mal zwei Bilder vom Eisvogel an. Gleiche Kamera, gleiches Objektiv, die selben Einstellungen. Lediglich die Aufnahmedistanz ist eine andere. Einmal sehr weit weg (locker 30 Meter) und nachträglich zugeschnitten und einmal 3 Meter entfernt. Zu den Unterschieden muss ich da nichts mehr sagen, du wirst es sehen. Also Distanz ist da wirklich das zwar nicht einfachste Mittel (es sei denn, du tarnst dich und hast Sitzfleisch), aber definitiv das günstigste und auch effektivste.
Was aber auch erwähnt sein muss, ist, dass eine Kamera mit vielen MP nicht gleichbedeutend mit scharfen Fotos ist. Das kann sogar genau in die andere Richtung gehen. Du hast neben der "Auflösungsunschärfe" nenne ich es mal auch noch weitere Störfaktoren wie Hitzeflimmern oder natürlich eigens verschuldete Unschärfe dank falscher Einstellungen. Solche Fehler werden durch eine höhere Auflösung deutlich sichtbarer als mit niedriger Auflösung.
Ich hatte mich ja für die R6 Mark II vor allem entschieden, weil sie im Prinzip in der für mich relevanten Preis-Range das beste Packet war... klar war eine Nikon auch ein Thema oder eine Sony, auch sogar OM-Systems. Aber der komplette Wechsel hätte mich dann trotzdem mehr gekostet, als ich bereit war zu zahlen. Und ich bin absolut nicht unglücklich mit der Kamera, im Gegenteil. Da ich nicht nur Wildlife fotografiere, sondern eher alles was mit Natur zu tun hat (und auch Planespotting), passt die Kamera echt gut.
Heißt dann eben, ich muss lernen näher ran zu kommen, bis ich mir ein 200-800mm zulegen kann 😉 Aber das klappt ja auch manchmal echt gut, nur bei Vögeln ist es halt oft schwierig, gerade wenn sie eher kleiner sind. Übung macht aber den Meister, und das Handycap der kleineren Auflösung spornt ja auch einfach an besser zu werden.
Ich hab mal ein Foto von der kleinen Wildtierparksession gestern gepackt. Auch das ist nicht perfekt, aber ich bin trotzdem happy damit. Zumal ich gar nicht soviel nachbearbeite, zum einen mag ich es die Fotos so zu belassen wie ich es gesehen habe, zum anderen bin ich auch einfach nicht gut darin...Hätte gerne noch mehr genommen, aber anscheinend geht das ja gar nicht.
Wir haben einige Gemeinsamkeiten. Angefangen vom Alter, bis hin zum frischen Einstieg in die Tierfotografie.
Ich habe damit Anfang des Jahres angefangen, nachdem ich mit meiner alten Kombi aus Sony a7 III und Sigma 100-400mm erste, lose Gehversuche im heimischen Garten hatte. Dabei habe ich mir das Sigma damals gar nicht primär für Tiere geholt, sondern um einfach mal mehr Brennweite für alles zu haben.
Zum Jahreswechsel bin ich dann auf die a7 V und das 200-600mm umgestiegen, um mich bewusst mit der Tierfotografie zu beschäftigen. Die Kamera ist klasse und bockstark, keine Frage. Aber der zusätzliche Gamechanger war tatsächlich die 200mm mehr zu haben, denn ich bin meistens nur noch auf 600mm unterwegs. (Und natürlich auch der schnellere Fokus des Objektives, samt Motiverkennung der Kamera. Natürlich).
Ich denke, es gibt wohl kaum einen Bereich in der Fotografie, wo man so viel lernen und üben kann/muss, wie bei den Tieren. Und natürlich so viel falsch machen kann. Videos schauen, bissl reinlesen aber vor allem vor die Tür gehen und üben und ein Gefühl für die Situation, die Tiere und das Handling zu bekommen. Das geht nicht von heute auf morgen und ich struggle auch immer noch.
Die Videos von Chris Kaula und Fabian Fopp helfen mir sehr dabei. Die kann ich empfehlen.
Ich habe mir gesagt, das alles was ich dieses Jahr mache von mir unter nacktes "Lernen" verbucht wird. Die Entscheidung musste ich für mich treffen, denn ich bin auch jemand, der sich viel zu viel Druck macht und sich durch Social Media beeinflussen lässt. Natürlich lernt man nie aus und ich werde auch in Zukunft viel üben müssen aber diese bewusste Entscheidung hat mir geholfen, es ruhiger anzugehen.
Spots, die ich bisher besucht habe, fahre ich nächstes Jahr oder Ende diesen Jahres (zb. Gelingen Bucht, Helgoland, Fehmarn, Dümmer See - siehe aktuelle ZF-Story) nochmal an und versuche dann, es besser/anders zu machen.
Ehrlich, dein Problem mit dem kleinen Vogel könnte auch von mir im Januar sein! Warum ist das Tier nicht scharf!? Überall ist es doch sonst so! Und ehe man sich versieht, sitzt man in Lightroom und ignoriert die dumme Tatsache, das man gerade auf 300% reingezoomt hat. So ein Blödsinn.
Locker durch die Hose atmen, keinen Druck machen und der Klassiker "Learning by Doing".
Wir haben auch Gemeinsamkeiten wie wir das Ganze angehen 😉 Für mich ist alles "lernen"... und ja dabei helfen auch Videos von Chris Kaula, aber vor allem von Fabian Fopp (ich finde er deckt mehr Basics ab). Dank Chris habe ich aber vom Bingenheimer Ried gehört, und da wir beide in der selben Ecke wohnen kann ich anhand seiner Videos neue Ecken finden, wo ich mich versuchen kann. Ich weiß nun auch endlich wo ich Mandarinenten finde, aber obwohl ich direkt ums Eck arbeite hab ich es bisher nicht dorthin geschafft.
Im Moment ist alles eine Übung... wie verfolge ich einen fliegenden Vogel (Gans, Schwan kein Problem... Mauersegler oder Spatz... holy sh.... das ist schwer), welche Blende macht wann Sinn... wie komme ich nah genug an mein Ziel? Aber auch: Wie setze ich Licht gut ein, wie baue ich das Foto auf, wie positioniere ich mich je nach Sonnenstand. Die Lernkurve ist am Anfang zwar nicht gerade flach, aber auch nicht steil, außer man arbeitet sich tief in die Materie ein. Nicht umsonst war es früher ohne eine fundierte Ausbildung schwierig, gute Fotos zu machen.
Aber vor allem: Ich lerne Vögel kennen, die ich vorher nie bewusst wahrgenommen habe. Bestes Beispiel ist der Stieglitz.. ich habe diesen Vogel in 40 Jahren nicht einmal bewusst gesehen, bis ich ihn zufällig aus meinem Fenster vor der Linse hatte. Mein Fokus lag immer mehr auf Säugern und Reptilien, da kenne ich mich auch mehr aus. Aber Vögel? Ich kann ein Huhn von einer Gans unterscheiden.... ich weiß auch was eine Amsel oder eine Elster ist... eine Nachtigall erkennen? Keine Chance 😀 Und genau das macht mir gerade am meisten Spaß... ich lerne neue Dinge, mit denen ich mich bisher nie beschäftigt habe. Und das nur, weil es leichter ist Vögel vor die Linse zu bekommen als ein Reh, Hase oder Fuchs.
Aber Fakt ist auch... im neuen Jahr kommt das 200-800mm in meinen Besitz... außer Nikons Gerüchte um die vermeitliche z90 stimmen, das wäre tatsächlich je nach Preis eine Kamera, die mich dann doch über einen Systemwechsel nachdenken lassen würde.
Dank Chris habe ich aber vom Bingenheimer Ried gehört, und da wir beide in der selben Ecke wohnen kann ich anhand seiner Videos neue Ecken finden, wo ich mich versuchen kann. Ich weiß nun auch endlich wo ich Mandarinenten finde, aber obwohl ich direkt ums Eck arbeite hab ich es bisher nicht dorthin geschafft.
Ha, ich verbringe in der ersten Septemberwoche meinen Urlaub an der Mosel (Region Cochem). Und da ich mir auf der Rückfahrt vielleicht noch das Römerkastell Saalburg anschauen wollte, führt mich dieser Umweg bei der weiteren Heimreise ja fast daran vorbei.
Allerdings liegt der Fokus klar auf Landschaft und ich wollte das große Objektiv nicht extra mitschleppen....aber wer weiß, wer weiß. 😀
Aber vor allem: Ich lerne Vögel kennen, die ich vorher nie bewusst wahrgenommen habe.
Jap. Definitiv. Mir ist auch vorher nie aufgefallen bzw. ich habe nie bewusst darauf geachtet, wie krass kreativ die Natur bei den Tieren sein kann.
Nimm es mit... Rund um die Saalburg sind die ganzen Vögel die Menschen gewohnt. Als ich dort war für paar Shots um etwas mit dem Licht zu spielen hab ich bereut nur die R100 mit dem Kit-Objektiv dabei gehabt zu haben.
Aber fahre da zwangsläufig jeden Tag vorbei daher kann ich das nachholen 🙂
Oh jeh, ich weiß auch ziemlich genau wie Du Dich fühlst aber ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Was Deine Fotos besser machen wird ist in der Hauptsache Geduld und Übung.
Die R6 Mark II ist eine super Kamera und an der liegt es mit Sicherheit nicht. Schau Dir die YouTube Videos von Gelikaba an. Ich habe die gleichen Zweifel wie Du und selbst Jahre gebraucht um meine Fotografie ständig zu verbessern. Dazu habe ich einige Fotokurse im Opelzoo, Blaue Stunde in Ffm, Blitzen, Nachtfotografie am Hoherodtskopf etc. besucht und außerdem fleißig bei Stephan, Chris, Fabian, Nico, Geli und anderen von deren Videos gelernt.
Mehr und neueres Equipment kann immer eine Bereicherung sein - muss aber nicht zwangsläufig zu besseren Fotos führen.
Einen Systemwechsel empfehle ich Dir persönlich nicht. Alle namhaften Kamerahersteller machen heute super Kameras. Da ist es egal ob Du bei Sony, Nikon oder Canon landest, wenn Du im APS-C oder Vollformat bleiben möchtest.
Ich habe mit einer 1 " Canon G16 angefangen und nach einem Fotokurs im Opelzoo Feuer gefangen obwohl meine Ergebnisse nicht sofort mit denen der anderen Teilnehmer mithalten konnten. Aber ich bekam eine Ahnung von dem was geht.
Ich hatte dann auch mehrmals daran gedacht das System zu wechseln aber eigentlich fand ich die Haptik und Bedienbarkeit der Canon doch recht gut. Ich bin dann bei Canon geblieben zuerst mit einer 760D APS-C Kamera und danach auf das RF System mit einer R5 und einer R7. Meine Erfahrungen mit Objektiven jedoch haben mir gezeigt, dass es sich durchaus lohnt, wenn man das Geld dazu hat, hier mehr zu investieren.
Mein Sigma 150 - 600 mm EF Objektiv war günstig und hat mir jede Menge Spaß gebracht, weil ich näher rankam. Aber richtig scharf was dann erst das Canon RF 100 - 500 mm und auch das 200 - 800 mm, was Du Dir kaufen möchtest ist super.
Ich muß Dich allerdings warnen; sobald Du dann mal mit jemandem gehst der ein RF 600 mm F4 dabei hat, könnest Du wieder unglücklich werden. Du musst für Dich entscheiden wie weit Du gehen möchtest. Du wirst wahrscheinlich im Internet immer bessere Fotos als die Deinen finden können weil es auf der Welt so viele talentiertere Fotografen und auch Profis gibt. Aber alleine der Spaß und das Erlebnis los zu gehen und nach Tieren, Pflanzen, Gegenden, Menschen oder Dingen Ausschau zu halten ist unbezahlbar.
Wenn ich heute durch meine alten Fotos auf meiner NAS schaue, erkenne ich eine stetige Verbesserung meiner Bilder, die aber nicht nur an den besseren, neueren Kameras gelegen hat.
Ich habe mir übrigens gerade eine OM-1 Mark II und ein OM 50 200 2.8 zugelegt, weil ich älter werde und das schwere Canon Gear nicht mehr überall und den ganzen Tag schleppen möchte oder bald nicht mehr kann. Das OM Equipment ist super wertig, leicht und prima zu bedienen. Ganz ähnlich wie meine Canons.
Aber Du wirst lachen, es geht mir damit wieder wie Dir jetzt gerade.
Im Internet sehe ich zuhauf nur super scharfe Fotos, gemacht mit der OM-1. Nur meine Ergebnisse damit sehen leider bei weitem nicht so super aus wie deren Bilder oder die Fotos, die ich mit meiner Canon mache. Schöne Fotos aber wo sind die Details wenn ich reinzoome ?
Ich fürchte es liegt nicht am Gerät, sondern an mir. Ich muß - wieder - noch viel lernen.
In diesem Sinne, laß Dich nicht entmutigen.
Gruß aus der Wetterau
In den Opelzoo müsste ich eigtl auch mal mit der Kamera, hatte sie das letzte mal nicht dabei, da die kleine Maus meines besten Kumpels dann immer Fotos machen mag, und die R100 war nicht am Start (da hab ich keine Probleme wenn sie auch mal hinfällt). Aber das kann man ja, zum Glück, jederzeit nachholen. Fotokurs dort ist sicher auch eine feine Sache.
Die OM finde ich aus vielen Gründen spannend, aber wechseln würde ich nicht. Da fehlt mir dann doch etwas die MP-Zahl, ich hadere ja schon etwas mit meinen 24,5 MP 😉 Ich bin jetzt sehr gespannt auf die neue R7 Mk II, ob sie allerdings ein Wechselgrund sein wird weiß ich noch nicht. Ist ja auch alles immer eine Preisfrage, und ich denke das 200-800mm wäre am Ende die schlauere Investition. Mit einem 600er würde ich übrigens nie den Vergleich wagen, das Ding kostet nicht umsonst was es kostet... da darf alles besser sein, da werde ich auch nicht neidisch 😉
Gelis Videos mag ich sehr, aber noch mehr ihre Bilder. Ich liebe ihren Stil, der dann doch näher an dem ist was ich mag, im Gegensatz zBsp zu Chris oder Rado, die mehr mit Gegenlicht arbeiten und deren Fotos dann mehr Kunst sind als ich selbst mag. Im Moment wird ja auch Makro immer spannender für mich, vlt auch weil es im Alltag deutlich einfacher ist an Motive zu kommen, ich muss ja quasi nur vor die Tür und habe alles.
Entmutigen? Nein, das auf keinen Fall... ich kämpfe nur gerade massiv mit meinem Heuschnupfen und bin daher nicht oft vor der Tür. Wollte eigtl später raus in den Wald, habe einen Fuchs- und Dachsbau gefunden. Aber bei dem Wind wird das ne reine Tortur, ich lasse das heute lieber mal 😉






