DJI Osmo Pocket 4 im Test – Technischer Sprung oder Detailpflege?

In der Welt der ultrakompakten Kameras hat DJI mit der Pocket-Serie eine Nische besetzt, die vor allem durch die Kombination aus mechanischem Gimbal und einfachem Handling überzeugt. Der Vergleich zwischen der aktuellen Generation 3 und dem Nachfolger Pocket 4 zeigt deutliche Verschiebungen in der technischen Priorisierung.

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Sensor und Auflösung: Die 37-Megapixel-Frage

Der auffälligste Unterschied in den Spezifikationen ist der Sprung von 9,4 Megapixeln auf 37 Megapixel.

  • In der Praxis: Während die Auflösung beim Pocket 3 primär auf Video (4K) optimiert war, bietet der Pocket 4 nun deutlich mehr Spielraum für statische Fotos.
  • Bildqualität: Im Test wird deutlich, dass die höhere Pixeldichte nicht zwangsläufig zu mehr Rauschen führt. Im Gegenteil: Durch verbesserte Algorithmen und den neuen Prozessor wirkt das Bild des Pocket 4 in Low-Light-Situationen sogar sauberer. Die Lichtquellen-Steuerung (Highlight-Roll-off) ist präziser, was auf ein verbessertes HDR-Processing hindeutet.

Framerates und thermisches Management

Mit 4K bei 240 fps verdoppelt DJI die Zeitlupen-Kapazität im Vergleich zum Vorgänger (120 fps).

  • Technische Hürde: Solche Datenmengen erzeugen enorme Hitze. Der Einsatz eines effizienteren Chips (vermutlich im 5nm-Verfahren) und der größere Akku (1545 mAh) deuten darauf hin, dass DJI hier die thermischen Grenzen nach oben verschoben hat.
  • Nutzen: Für Action-Aufnahmen ermöglicht dies eine achtfache Verlangsamung in nativer 4K-Auflösung, was bisher professionellen Setups vorbehalten war.
FeatureOsmo Pocket 3Osmo Pocket 4
Foto-Auflösung9,4 Megapixel37 Megapixel
Slow Motion (4K)Max. 120 fpsMax. 240 fps
Active TrackVersion 6.0Version 7.0
Batterie-Kapazität1300 mAh1545 mAh
Interner Speicher107 GB
Zoom-IntegrationEingeschränkt (z.B. in D-Log)Vollständig (auch in Log/Tracking)

Software-Logik: Active Track 7.0 und Zoom

Ein entscheidender Kritikpunkt beim Pocket 3 war die softwareseitige Limitierung der Zoom-Funktion in bestimmten Modi (wie D-Log oder bei aktivem Tracking).

  • Workflow-Optimierung: Beim Pocket 4 wurde diese Barriere aufgehoben. Der Zoom ist nun integraler Bestandteil aller Aufnahmemodi.
  • Tracking: Active Track 7.0 arbeitet prädiktiver. Das System erkennt Bewegungsabläufe besser und hält den Fokus auch dann aufrecht, wenn das Motiv kurzzeitig verdeckt wird oder die Kontraste schwierig sind.

Hardware-Utility: Interner Speicher

Mit 107 GB internem Speicher adressiert DJI ein klassisches Problem im Feld: Defekte oder vergessene microSD-Karten. Dieser Speicher ist schnell genug, um auch die hohen Bitraten von 4K/240fps sicher wegzuschreiben, was ihn zu einem wertvollen Backup-System macht.

Fazit

Der Osmo Pocket 4 ist kein rein kosmetisches Update. DJI hat gezielt die funktionalen Einschränkungen des Vorgängers (Zoom-Sperren, Foto-Auflösung, Tracking-Präzision) beseitigt. Während der Pocket 3 für Standard-Vlogs nach wie vor hervorragend geeignet ist, bietet der Pocket 4 durch die extremen Zeitlupen und die hohe Foto-Auflösung einen deutlich breiteren Einsatzbereich für professionelle Content-Erstellung.

Was denkst du über den Megapixel-Sprung: Ist die höhere Foto-Auflösung für dich ein Grund zum Upgrade, oder nutzt du die Kamera ohnehin ausschließlich für Video?

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Stephan Wiesner
16.04.2026

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