DJI Avata 360 ist offiziell: Die erste 360°-Drohne von DJI im Vergleich

DJI hat die Avata 360 offiziell vorgestellt. Wir hatten die Drohne bereits auf dem Radar, nun liegen alle offiziellen Specs auf dem Tisch. Und sie lassen keine Fragen offen.
Die DJI Avata 360 ist DJIs Antwort auf die Antigravity A1, die von Insta360 mitentwickelte 360°-Drohne, die seit Dezember 2025 auf dem Markt ist. Wer bisher auf DJI gewartet hat, bekommt jetzt eine Drohne mit deutlich größeren Sensoren, mehr Videomöglichkeiten und dem vertrauten DJI-Ökosystem. Was die A1 dagegen bietet, sehen wir weiter unten im direkten Vergleich.
vorhanden
Was die DJI Avata 360 kann
Die Avata 360 fliegt in zwei Modi: 360°-Modus und Einzelobjektiv-Modus. Das ist der grundlegende Unterschied zur Antigravity A1, die ausschließlich 360°-Footage produziert.

Im 360°-Modus liefern zwei Sensoren mit je 1-Zoll-äquivalenter Bildfläche bis zu 8K/60fps HDR-Video und 120-MP-Fotos in 16K. Dass 8K mit 60 Bildern pro Sekunde möglich ist, liegt an einer ungewöhnlichen Sensorarchitektur: DJI verwendet quadratische CMOS-Sensoren statt der üblichen Rechteckform, was die vertikale Pixelzahl auf 4.000 pro Sensor erhöht. Das ermöglicht native 4K+4K 360°-Aufnahme ohne Interpolation. Die Blende f/1.9 und 2,4-μm-Pixel sollen auch bei schlechtem Licht und in Hochkontrast-Szenen überzeugen.
Im Einzelobjektiv-Modus dreht sich das Kameramodul nach vorne, vergleichbar mit der Avata 2. Hier sind bis zu 4K/60fps in 16:9 oder 4:3 möglich, für klassische FPV-Aufnahmen mit einem handelsüblichen Kamerabild statt 360°-Vollsicht.
Die Hinderniserkennung ist ein echtes Highlight: Im 360°-Modus bietet die Avata 360 omnidirektionale Erkennung bei Lichtverhältnissen ab 1 Lux, unterstützt durch einen LiDAR-Sensor an der Front. Das funktioniert auch beim Tracking. Im Einzelobjektiv-Modus steht nur die vorwärtsgerichtete Erkennung zur Verfügung.
42 GB interner Speicher ermöglichen rund 30 Minuten 8K-360°-Video ohne Speicherkarte. Via WLAN 6 lassen sich Dateien mit bis zu 100 MB/s auf Smartphone oder Laptop übertragen.
Spotlight Free, ActiveTrack 360° und QuickShots vervollständigen das Funktionspaket. Spotlight Free hält ein Motiv im Bild, während die Drohne frei fliegt — laut DJI ohne Nachbearbeitung professionell wirkende Tracking-Shots.
Preise und Bundles
Alle offiziellen Europreise aus den DJI-Pressematerialien:
| Bundle | Inhalt | Preis | Link zu Foto Hamer |
| DJI Avata 360 (DJI RC 2 | Drohne + RC 2 + 1 Akku | 719 € | Vorbestellen |
| Fly More Combo (DJI RC 2) | 2 weitere Akkus, Ladestation, Tasche | 939 € | Vorbestellen |
| Motion Fly More Combo | Goggles N3, RC Motion 3, 3 Akkus, Ladestation, Tasche | 939 € | Vorbestellen |
Verfügbarkeit
- 26. März 2026: Offizieller Launch, sofortiger Verkauf in China
- 9. April 2026: Asien und Kanada
- 23. April 2026: Europa, Lateinamerika, Naher Osten, Afrika
Wer in Deutschland oder Österreich kaufen möchte, muss sich also noch knapp vier Wochen für die Auslieferung gedulden. Vorbestellungen für die Drohne sind ab sofort möglich. Hier kannst du sie bei unserem Partner Foto Hamer vorbestellen und gesammelte ZIELFOTO Punkte beim Kauf einlösen.
Ein wichtiger Punkt für Europa: Registrierungspflicht
Die Avata 360 wiegt 455 Gramm. Das bedeutet: Sie fällt in Europa in die Drohnenkategorie C1, was eine Registrierung sowie einen EU-Drohnenführerschein der Kategorie A1/A3 voraussetzt. Das ist der größte strukturelle Unterschied zur Antigravity A1 mit ihren 249 Gramm, die in den meisten europäischen Ländern ohne Wissenstest und mit weniger Einschränkungen geflogen werden darf.
DJI Avata 360 vs. Antigravity A1: Der direkte Vergleich
| DJI Avata 360 | Antigravity A1 | |
| Sensor | 2× 1,1-Zoll 64 MP pro Sensor | 1/1,28 Zoll |
| Video 360° | 8K/60fps HDR 6K/60fps, 8K/30fps | 8K/30fps |
| Video Einzelobjektiv | 4K/60fps (16:9 / 4:3) | – |
| Foto | 120 MP / 16K | 55MP (10496×5248) 14MP (5248×2624) |
| Gewicht | 455 g | 249 g |
| Flugzeit | 23 Minuten | 24–39 Min. |
| Videoübertragung | O4+ · 20 km (FCC) 10 km (CE/Europa) | 10 km (6,2 Meilen) (FCC) 6 km (3,7 Meilen) (CE) |
| Max. Wind | 10,7 m/s | 10,7 m/s |
| Max. Starthöhe | 4.500 m | 4.000 m |
| Hinderniserkennung | Omnidirektional (360°-Modus) LiDAR vorne · ab 1 Lux | Horizontal 360° |
| Propellerschutz | Ja, integriert | Nein |
| Steuerung | RC 2 oder Goggles N3 + RC Motion 3 | Vision Goggles + Grip Controller |
| Interner Speicher | 42 GB | 20 GB |
| Dateitransfer | WLAN 6 · bis 100 MB/s | WLAN bis 80 MB/s |
| Tracking | ActiveTrack 360°, Spotlight Free, QuickShots | Intelligentes Tracking (KI) |
Die Zahlen zeigen das Kerndilemma beider Produkte klar. Wer maximale Bildqualität, 8K/60fps, omnidirektionale Hinderniserkennung und die Flexibilität des Einzelobjektiv-Modus will, greift zur Avata 360. Wer registrierungsfrei fliegen möchte, ein geschlossenes Bundle mit Goggles bevorzugt oder die FreeMotion-Steuerung der A1 schätzt, bleibt beim Insta360-Ableger.
Beim Preis ist ein fairer Vergleich wichtig: Das günstigste DJI-Bundle mit RC 2 für 719 € enthält noch keine Goggles. Die Motion Fly More Combo mit Goggles und RC Motion 3 kostet 939 €. Das Antigravity-Standard-Bundle beginnt bei 1.399 € und enthält Vision Goggles, Grip Controller und einen Akku. Wer also ähnlich ausgestattete Bundles vergleicht, liegt bei der Avata 360 deutlich günstiger zahlt aber mit dem Mehrgewicht und der Registrierungspflicht.
Einordnung
DJI hat mit der Avata 360 keine experimentelle Nischenlösung vorgelegt. Das Produkt sitzt technisch klar über der Antigravity A1, besonders bei Sensor, Framerate und Hinderniserkennung. Die Einzelobjektiv-Option macht die Avata 360 außerdem vielseitiger als einen reinen 360°-Spezialisten.
Dass Antigravity fast vier Monate Vorsprung hatte, dürfte DJI wenig schmerzen. Die Avata 360 wird dort ansetzen, wo die A1 Grenzen hat: anspruchsvollere Filmer, die 8K/60fps brauchen, keinen Kompromiss bei der Hinderniserkennung eingehen wollen und das DJI-Ökosystem bereits kennen.
Wer dagegen registrierungsfrei fliegen will und ein fertiges Immersions-Set sucht, dem bleibt die A1 eine valide Option trotz des höheren Preises.
Ist 360°-Video aus der Luft für euch ein echtes kreatives Werkzeug oder bleibt es ein Gimmick, das nach ein paar Flügen in der Schublade landet? Schreibt es in die Kommentare.








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