DJI 2026: Was nach der Avata 360 noch kommt

Die DJI Avata 360 ist so gut wie offiziell. Am 26. März 2026 um 13 Uhr MEZ wird sie vorgestellt, erste Hands-On-Videos kurz vor dem Launch haben bereits gezeigt, was die Drohne kann. Aber was kommt danach? DJI hat noch eine ganze Reihe von Produkten in der Pipeline, und die Signale dafür sind deutlicher als bei den meisten Ankündigungen in der Vergangenheit.

Wir haben bereits ausführlich über die DJI Avata 360 berichtet, ebenso über die geleakten Specs des Pocket 4. Jetzt schauen wir uns das größere Bild an.

Die Avata 360: Was bisher bestätigt ist

Bevor wir in die Roadmap einsteigen, noch einmal kurz der aktuelle Stand zur Avata 360, denn seit unseren letzten Berichten hat sich einiges getan.

DJI hat am 10. März 2026 einen Teaser mit dem Slogan “Above It All, See It All” veröffentlicht und dabei ungewöhnlich offen kommuniziert: Der Produktname, die 8K-Auflösung und das Datum 26. März 2026 wurden direkt genannt, fast zwei Wochen vor dem offiziellen Launch. Das ist für DJI ein echter Bruch mit dem üblichen Muster aus verschwommenen Silhouetten und knappen Countdowns.

Die Avata 360 besitzt zwei 200-Grad-FOV-Kameras, die sich jeweils um 90 Grad nach oben und unten neigen lassen. Die Linsen sind ähnlich aufgebaut wie beim Osmo 360, aber austauschbar. Zusätzlich soll es einen Single-Lens-Modus geben: Die Kameraeinheit dreht sich dabei von der 360-Grad-Konfiguration mit zwei Linsen in einen Vorwärtsmodus, ähnlich wie bei der Avata 2. Das macht die Drohne vielseitiger als einen reinen 360-Spezialisten.

Der neue Intelligent Fly Battery kommt auf 38,6 Wh Kapazität und kostet rund 80 Dollar, gegenüber der Avata 2 mit 31,8 Wh für 115 Dollar. Mehr Kapazität, weniger Geld. Das Gewicht der Avata 360 liegt bei rund 400 Gramm, womit sie über der 250g-Grenze liegt und in den USA wie in Europa registriert werden muss.

Osmo Pocket 4 Standard: Fast fertig, aber noch still

Direkt nach der Avata 360 rückt der Pocket 4 ins Blickfeld. Laut thenewcamera.com war ursprünglich geplant, die Standard-Edition ebenfalls am 26. März anzukündigen.

Ein Amazon-Denmark-Listing vom offiziellen DJI-Store hatte dieses Datum explizit genannt. Inzwischen scheint die Ankündigung leicht nach hinten gerutscht zu sein, April 2026 gilt als realistischster Zeitpunkt.

Was bekannt ist: Retailer in Asien sollen bereits Lagerbestand haben, und das Benutzerhandbuch der Standard-Edition ist bereits geleakt. Ein Testgerät soll laut thenewcamera.com bereits bei einem Reviewer angekommen sein. Der Eindruck: verbesserte Akkulaufzeit gegenüber dem Pocket 3, ansonsten keine dramatischen Änderungen.

Die Specs der Creator Combo klingen weiterhin stark: 1-Zoll-Sensor, 4K/120fps in 10-Bit D-Log M, AI ActiveTrack 6.0, über 200 Minuten Akkulaufzeit. Die Standard-Edition soll bei 499 Dollar starten, die Creator Combo bei 649 Dollar.

Osmo Pocket 4 Pro: Doppelkamera für Spätsommer

Der Pocket 4 Pro ist ein anderes Kaliber. Laut thenewcamera.com und FCC-Unterlagen trägt er den Modellcode PP-041 und wird frühestens zwischen Mai und Juni 2026 erwartet. Warum die Verzögerung? DJI will offenbar verhindern, dass sich Standard und Pro zu stark kannibalisieren.

Die Gerüchte klingen ambitioniert: zwei CMOS-Sensoren (50 MP Hauptsensor plus Tele oder Ultraweitwinkel), 4K/240fps, bis zu 6K/60fps, optischer Zoom via Dual-Lens-System, ActiveTrack 7.0 mit Mehrpersonenverfolgung und ein größerer Touchscreen mit Drehfunktion. Das Gewicht soll unter 200 Gramm bleiben, der Akku 20 Prozent mehr Kapazität als beim Pocket 3 haben.

DJI Lito X1 und Lito 1: Eine neue Drohnenreihe

Hier wird es besonders interessant. Der Name “Lito” taucht in den Leaks immer öfter auf und deutet auf eine komplett neue Drohnenlinie hin, die sich zwischen den bestehenden Mini- und Air-Modellen positioniert.

Die Lito X1 ist laut thenewcamera.com für Q2 bis Q3 2026 geplant und soll faltbar sein, unter 250 Gramm wiegen (damit ohne Registrierung in vielen Ländern nutzbar), 360-Grad-Hinderniserkennung bieten und O5-Übertragung mit über 20 km Reichweite. Die Flugzeit soll 30 bis 50 Minuten betragen, Sprach- und Bewegungssteuerung inklusive. Das klingt nach einer direkten Antwort auf Modelle wie die DJI Mini 4 Pro, aber mit deutlich mehr Technik.

Mit der Lito 1 folgt kurz danach das Einstiegsmodell. 22 GB interner Speicher, Windwiderstand Level 5 und smarte App-Integration sollen ihn zum neuen Mini-Nachfolger machen.

Osmo 360 II und weitere Produkte

Die Osmo 360 II steht ebenfalls auf der Liste, allerdings ohne konkretes Datum. Der Nachfolger der Osmo 360 Action Cam soll einen verbesserten Prozessor und optimierte kabellose Workflows für Vlogging und VR-Content mitbringen, der Sensor selbst bleibt laut Leaks vermutlich identisch.

Außerdem in der Pipeline laut thenewcamera.com: ein Mic Mini 2S Transmitter (Modellcode DMMT03) als kompaktes Update des beliebten Funkmikrofons, sowie langfristig die Mavic 5 Pro mit 1-Zoll-Sensor und möglicherweise LiDAR, und die Osmo Action 7 mit 4K/240fps für Ende 2026.

Was das für Content Creator bedeutet

DJI baut das Ökosystem systematisch aus: nach oben mit der Avata 360 als technologischem Flagship, nach unten mit der Lito-Linie für registrierungsfreies Fliegen, und horizontal mit der Pocket-Familie für alle, die hochwertige Footage ohne Drohne produzieren wollen.

Wer jetzt noch mit dem Kauf wartet, hat mit dieser Roadmap einen guten Überblick, wann sich das Warten lohnt und wann nicht. Die Avata 360 kommt definitiv, und der Pocket 4 Standard steht unmittelbar bevor. Alles andere ist noch Gerücht, aber gut begründetes.

Welches DJI-Produkt aus dieser Liste interessiert euch am meisten? Und plant ihr, die Avata 360 zum Launch zu kaufen? Schreibt es in die Kommentare.

Quellen: thenewcamera.com, 15. März 2026 · DroneXL, 13. März 2026 · Notebookcheck, 12. März 2026 · TechRadar, 10. März 2026

2 Antworten zu „DJI 2026: Was nach der Avata 360 noch kommt“

  1. Avatar von Roy Martin
    Roy Martin

    Servus zusammen,

    ich hatte mir 2019 sowohl eine DJI Mavic 2 Pro und eine DJI Spark gekauft. Die Spark hatte ich damals speziell für einen Österreich-Urlaub gekauft, da damals ein UAV mit weniger als 350 Gramm im österreichischen Luftfahrtgesetz als Spielzeug galt und somit überall geflogen werden durfte. Auch downtown Wien. Sehr léger.

    Heute interessieren mich UAV’s nicht mehr. Das liegt an mehreren Gründen:

    1. Zu viele Idiot*Innen haben UAV’s in Verruf gebracht. Sei es durch voyeuristisch-perverses Ausspähen der Nachbarn im Garten oder Schlafzimmer. Das fahrlässige Fliegen über unbeteiligten Menschenmengen. Das grobfahrlässige Einfliegen in besonders geschützte Luftbereiche wie Flughäfen, Autobahnen, Polizeieinrichtungen oder Militärbasen.
    2. Eine unübersichtliche Umsetzung der EU-Drohnen-Verordnung. Vor der EUDV hatten Staaten ihre eigenen Luftfahrtbestimmungen hinsichtlich UAV’s. Dann sollte eine einheitliche Regelung für alle EU-Staaten geschaffen werden. Grundsätzlich eine sehr gute Idee faire, eindeutige Regelungen in den EU-Grenzen zu schaffen. Als diese EUDV schließlich verlautbart wurde, kam allen Ernstes der Zusatz, dass jeder Mitgliedstaat die Umsetzung gemäß ihrer eigenen Vorstellungen (!!!) durchführen darf. Aua.
    3. Der Russisch-Ukrainische Krieg und die Fortsetzung des Nahost-Krieges lassen UAV’s in einem ganz anderen Licht erscheinen. Die Pilot*Innen ebenfalls.
    4. Flugverbotszonen an allen interessanten Orten. Beim Bergsteigen den Gipfel erreicht, ganz allein, kein anderer Mensch da. Trotzdem ist ein kurzes Gipfel-Spin-Video nicht möglich, weil Naturschutzgebiet. Dass andere ihren Müll am Gipfel verteilen, da kräht kein Hahn danach. Aber wehe du hast es gewagt dich selbst am Gipfelkreuz mit einem UAV-Video zur Belohnung des Aufstiegs zu filmen.
    5. Die Drohnenhaftpflicht. Im Gegensatz zu einer Handkamera egal welcher Marke, muss für ein UAV die ganze Zeit (richtig) Geld ausgegeben werden, auch wenn sie (mehrheitlich) im Schrank liegt.

    Ich habe meine Mavic 2 Pro verkauft, immerhin noch bisserl Geld bekommen. Die Spark abgemeldet und als Erinnerung an einen schönen Urlaub behalten.

  2. Avatar von Tobias Kemmler
    Tobias Kemmler

    Klingt doch spannend. Was heute mit den “Drohnen” möglich ist war vor 20 Jahren noch absoluter Nieschenbereich bzw. quasie unmöglich.

    Ich hab hier gerade meine DJI F450 neben mir liegen weil ich die wieder flott machen will. Darunter wird die a6100 mit nem 35mm f1,8 gespannt werden. Für die Verstellung der Neigung der Kamera in der Luft muss noch eine Mechanik konstruiert und gefräst / gedruckt werden.

    Vor 20 Jahren war Kopter fliegen noch was für Modellbauer mit besonderer Neigung zur Elektronik UND Programierung. Wer dann noch Kameratechnik UND Signalübertragung da ran gebaut hatte war ein absoluter Exot und Spezialist erster Güte. Von diesen Piloten gab es so wenige, dass selbst wenn darunter ein paar wenige Deppen gewesen wären, es nicht aufgefallen wäre.

    Ich schreibe im Konjungtiv, weil die Piloten die aus dem Modellbau kommen sich schon immer korrekter verhalten haben als es selbst heute das Gesetzt verlangt. Damals konnte halt kein 12 Jähriger einfach so nen Kopter 2 Km entfernt über ne Wandergruppe auf dem offenen Feld steuern. Das war für ihn schlicht unmöglich.

    Es hätte sich damals auch niemand über eine Haftpflicht für Modellflugzeuge / Kopter aufgeregt. Das sind gefährliche Luftfahrzeuge die bei Unfällen schnell hohe Schadensummen bis hin zu Personenschäden verursachen können. Und auch so ein 249g Teil kann sehr leicht jemand Töten.

    Das ist halt den meisten “Piloten” heute nicht bewusst weil Sie keine Ahnung von der Materie haben wollen.

    Kaufen, einschalten, fliegen, wegwerfen…

    Ich halte wenig von den ganzen Regulatorien. Aber es ist halt wie bei vielem heute. Die Technik hat das benutzen von gefährlichen Gegenständen so sehr vereinfacht, dass es viel zu viele Menschen ohne Gefühl und Verantwortung für die Gefahr einfach so nutzen können.

    Wer nie ein Modellflugzeug oder einen Kopter mit abschaltbarem GPS/Kreisel genutzt hat kann das natürlich nur schwer nachvollziehen. Von Irgendwelchen Hindernisserkennungen brauchen wir gar nicht erst anfangen.

    In diesem Sinne – DJI bringt eindrucksvolle Technik auf den Markt. Aber der Markt nimmt sich dadurch immer weiter selbst auseinander. Die Entwicklung ist sehr ähnlich zur Fotografie wo viele merken, die moderne Technik ist zwar nett, aber die Seele geht verloren.

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ZIELFOTO Crew
17.03.2026

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