Canon patentiert 24mm und 35mm f/1.8 Macro mit Innenfokussierung

Wer das RF 24mm f/1.8 Macro IS STM oder das RF 35mm f/1.8 Macro IS STM besitzt, kennt das Problem: Beim Fokussieren fährt das Objektiv aus. Der Tubus verlängert sich, und weil gleichzeitig kein Wetterschutz vorhanden ist, entsteht eine Kombination, die Canon-Nutzer seit dem Launch beider Objektive beschäftigt. Schmutz und Feuchtigkeit können durch den beweglichen Tubus leichter ins Objektiv gelangen.
Laut asobinet.com hat Canon unter der Patentnummer 2026-090068 neue optische Designs für ein 24mm f/1.8 Macro und ein 35mm f/1.8 Macro eingereicht, beide mit Innenfokussierung. Das bedeutet: Der Tubus bleibt beim Fokussieren an Ort und Stelle.
Ein Patent ist kein Produkt. Hersteller reichen regelmäßig Patente ein, die nie in Serie gehen. Das ist der erste und wichtigste Vorbehalt.
Aber die Richtung ist interessant. Innenfokussierung bringt mehrere Vorteile gegenüber dem externen Design der aktuellen Modelle: Ein feststehender Tubus ist deutlich besser abdichtbar, was Weather Sealing erst ermöglicht oder zumindest vereinfacht. Der Bildwinkel bleibt beim Fokussieren konstant statt sich leicht zu verändern. Und Filtervorsätze sitzen stabiler, weil sich die Frontlinse nicht dreht oder bewegt.
Die aktuellen RF 24mm und 35mm f/1.8 Macro-Objektive sind beide keine L-Gläser, sie sitzen am unteren Ende der RF-Preisklasse und wurden für Einsteiger und Reisende konzipiert. Ein innenfokussierendes Nachfolgemodell würde vermutlich entweder als verbessertes Standard-Modell oder als echtes L-Objektiv erscheinen. Beides hätte seinen Markt.
Was das Patent technisch konkret beschreibt — Linsenaufbau, Gruppenkonstellation, Abbildungsmaßstab — ist noch nicht im Detail bekannt. Was feststeht: Canon ist sich der Schwäche der aktuellen Designs bewusst, und die Patenteingabe zeigt, dass man optisch daran arbeitet. Wann oder ob daraus ein Produkt wird, ist eine andere Frage.







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