Canon EOS R8 Mark II: Neue Bilder zeigen verändertes Design

@thenewcamera.com

Die Canon EOS R8 Mark II steht offenbar kurz vor ihrer Vorstellung und die neuesten Leaks zeichnen ein deutlich anderes Bild der Kamera als noch vor wenigen Wochen. Neben ersten konkreten Spezifikationen sind inzwischen auch mehrere Aufnahmen des vermeintlichen Serienmodells aufgetaucht. Besonders auffällig: Das Design soll sich stärker verändern als zunächst erwartet.

Noch ist nichts davon offiziell bestätigt. Die Kombination aus geleakten technischen Daten und den aktuellen Bildern macht die EOS R8 Mark II aber zunehmend greifbar.

Schluss mit Retro?

Über Monate hielt sich das Gerücht, Canon könnte die EOS R8 Mark II zum 50. Geburtstag der legendären AE-1 mit einem deutlich nostalgischeren Design ausstatten. Genau dieses Szenario scheint sich mit den neuesten Bildern allerdings zu erledigen.

Die von TheNewCamera veröffentlichten Aufnahmen zeigen laut der Quelle einen deutlich kantigeren und moderneren Kamerabody. Die bisher eher weichen Rundungen der R8 sollen einer geradlinigeren Form weichen. Auch die Anordnung der Bedienelemente wurde sichtbar überarbeitet. TheNewCamera zeigt die geleakten Aufnahmen hier.

Besonders interessant ist die Rückseite: Dort ist erstmals ein Joystick neben dem Sucher zu erkennen. Die originale R8 besitzt keinen solchen AF-Joystick. Außerdem soll der elektronische Sucher etwas höher sitzen und die Daumenauflage überarbeitet worden sein.

Noch wichtiger für die Praxis ist eine weitere Änderung: Der einzelne SD-Kartenslot bekommt offenbar eine eigene seitliche Abdeckung. Bei der bisherigen R8 sitzt die Speicherkarte noch gemeinsam mit dem Akku im Bodenfach.

Damit wirkt die R8 Mark II weniger wie eine optische Hommage an eine alte Canon und mehr wie eine kompakte, modernisierte EOS R.

24 Megapixel bleiben offenbar erhalten

Auch beim Sensor gibt es eine interessante Wendung. Während zwischenzeitlich häufig über einen 32,5-Megapixel-Sensor spekuliert wurde, gehen die aktuelleren Leaks wieder von rund 24 Megapixeln aus.

TheNewCamera nennt einen 24-Megapixel-Vollformatsensor und sieht darin bewusst keine große Auflösungssteigerung gegenüber der R8. Auch die bisher kursierenden Informationen zu 40 Bildern pro Sekunde mit elektronischem Verschluss sollen erhalten bleiben.

Das wäre durchaus nachvollziehbar: Canon könnte die R8 Mark II weniger über mehr Megapixel und stärker über Bedienung und Ausstattung weiterentwickeln.

Der größte Sprung: IBIS

Die wichtigste Neuerung dürfte deshalb an einer anderen Stelle liegen. Laut den aktuellen Leaks soll die R8 Mark II erstmals über eine 5-Achsen-Bildstabilisierung im Gehäuse verfügen. Genannt werden bis zu 7,5 Blendenstufen.

Damit würde Canon eine der größten Schwächen der bisherigen R8 beseitigen. Die Kamera könnte insbesondere mit Objektiven ohne optische Stabilisierung deutlich flexibler eingesetzt werden.

Auch beim Serienbildtempo scheint Canon dagegen wenig verändern zu müssen: Die bisher genannten 40 Bilder pro Sekunde sollen bleiben. Zusätzlich wird eine Pre-Capture-Funktion mit 20 Bildern pro Sekunde für eine halbe Sekunde genannt.

Klein bleibt klein

Trotz IBIS soll Canon offenbar an einigen Einschränkungen der R8 festhalten. Die Kamera soll weiterhin den kleinen LP-E17-Akku verwenden und bei einem einzigen SD-Kartenslot bleiben.

Genau hier wird die Positionierung der R8 Mark II interessant. Canon könnte damit bewusst verhindern, dass die neue Kamera zu nah an höherpreisige Modelle wie die R6-Serie rückt.

Auch Canon Rumors beschäftigt sich inzwischen mit genau dieser Frage: Ist die R8 Mark II überhaupt noch als klassisches Einstiegsmodell gedacht? Die Diskussion kommt nicht von ungefähr. IBIS, Joystick und das überarbeitete Gehäuse würden die Kamera technisch deutlich aufwerten, während Canon gleichzeitig bei Akku und Kartenslot Grenzen setzt.

Was ist mit dem Preis?

Die derzeit kursierenden Angaben bewegen sich bei rund 1.800 US-Dollar beziehungsweise etwa 1.880 Euro. Auch ein Termin Mitte September wird inzwischen mehrfach genannt.

TheNewCamera geht aktuell von einer Vorstellung am 15. September 2026 und einer Verfügbarkeit im Oktober aus. Dabei handelt es sich weiterhin um Angaben aus Leaks und nicht um offizielle Canon-Informationen.

Die R8 Mark II wird offenbar mehr als ein kleines Update

Sollten die bisherigen Informationen stimmen, ist die EOS R8 Mark II keine klassische Modellpflege. Canon würde die Kamera an mehreren entscheidenden Punkten verändern: IBIS, Joystick, neues Gehäuse, eigener Kartenschacht und eine deutlich modernere Bedienlogik.

Gleichzeitig bleibt die grundlegende Idee der R8 erhalten: Vollformat, kompakte Abmessungen und ein schneller 24-Megapixel-Sensor – allerdings mit deutlich mehr Ausstattung.

Besonders spannend sind deshalb die geleakten Bilder. Sie zeigen eine Kamera, die mit dem bisherigen R8-Design relativ wenig gemeinsam haben soll und auch die lange erwartete Retro-Richtung offenbar nicht einschlägt.

Noch sind die Informationen mit Vorsicht zu genießen. Die Aufnahmen sind keine offiziellen Canon-Produktfotos und auch die technischen Daten stammen aus Leaks. Allerdings verdichten sich die Hinweise gerade auffällig schnell. Wenn Canon tatsächlich am 15. September vorstellt, dürfte die Spekulationsphase schon in wenigen Tagen vorbei sein.

3 Antworten zu „Canon EOS R8 Mark II: Neue Bilder zeigen verändertes Design“

  1. Avatar von Peter Schu
    Peter Schu

    Vielleicht hat sie ja das etwas kantigere Design bekommen, damit das Innere auch problemlos in ein Gehäuse gesteckt werden kann, welches dem AE1 Design nahe kommt. Ich denke, es gibt noch Hoffnung für Fans des analogen Kamera Designs. Canon würde mit wenig Mehrkosten zwei verschiedene Zielgruppen ansprechen können. Vielleicht kommt ja doch noch eine eAE1.

  2. Avatar von Bert Panning
    Bert Panning

    Das optische Design ist nicht unwichtig. Aber wirkliche Fotografen schau auf andere Details.

    Verbesserter Autofocus, ein abgedeckter Sensor nach dem Ausschalten für den Objektivwechsel und ein deutlich besser gegen Wasser geschütztes Gehäuse sind sehr nützliche Verbesserungen. Den Ibis halte ich nach wie vor für völlig überbewertet. Er spielt seine Stärke im Weitwinkelbereich aus. Und dort kann eh viel länger aus der Hand belichtet werden. Die Belichtungszeit wird viel zu oft vom Motiv bestimmt und kann dann nicht beliebig verlängert werden. Was ich zu schätzen weiß, sind ein geringes Gewicht und ein möglichst kleines Gehäuse. Ich hoffe sehr, dass jedes Pixel in der RAW-Datei mit 36Bits codiert wird. Mangels mechanischem Verschluss und 40 Bildern pro Sekunde ist auf einen geringen Rolling-Shutter-Effekt zu hoffen. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn diese Kamera besser als die R5M2 bei Autofocus mit ausschließlich horizontalen Strukturen zurecht käme. Schaun wir mal.

  3. Avatar von Stefan B.
    Stefan B.

    Nun das Design hat sich jetzt bestätigt. Canon baut jetzt auch Sony Bodys mit Canon Logo. Schade eigentlich. Die Form ist doch zu sehr an Sony angelehnt hätte von Canon mehr erwartet.

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ZIELFOTO Crew
11.09.2026

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