Ansage an die Antigravity A1: Alles, was wir über die geleakte DJI Avata 360 wissen

Drohnenpiloten und Content-Creator aufgepasst: Wie unter anderem The New Camera und Notebookcheck berichten, steht der Release der DJI Avata 360 unmittelbar bevor. Ein frisch durchgesickertes Video zeigt nicht nur ein neues Batterie-Setup, das auf längere Flugzeiten und leichteres Handling hoffen lässt, sondern bestätigt auch, dass DJI den Markt der 360-Grad-Drohnen mit einem neuen Preisgefüge aufmischen will.

Doch was genau erwartet uns, und wie schlägt sich der Newcomer gegen den bisherigen Platzhirsch, die Antigravity A1?

Quelle: thenewcamera.com

Der aktuelle Marktführer: Antigravity A1

Bisher dominierte die Antigravity A1 – ein Ableger aus dem Hause Insta360 – dieses noch junge Segment. Sie besticht vor allem durch ihr geringes Gewicht von nur 249 Gramm, was ihr in der EU das begehrte C0-Label einbringt (fliegen ohne kleinen Drohnenführerschein). Doch die Avata 360 setzt auf ein grundlegend anderes Konzept: Sie kreuzt ein klassisches, robustes Cinewhoop-Design mit einer 360-Grad-Kamera.

Zudem deuten die Informationen aus Retail-Boxen und FCC-Zertifizierungen darauf hin, dass DJI die Software-Verfolgung (AI Tracking) deutlich verbessert hat. Auch beim Akku gibt es ein spürbares Upgrade, was die Einsatzzeit im Feld verlängert.

Die Kontrahenten im direkten Vergleich

FeatureDJI Avata 360Antigravity A1
KonzeptFPV-Cinewhoop (geschützte Propeller)Fliegende 360°-Kamera (offene Propeller)
Kamera-Auflösung8K/60p (360°) & 4K/120p (FPV)8K 360° (55 Megapixel Foto)
Kamera-BesonderheitTiltbares Modul (Dual-Mode)Starres 360-Grad-Modul
Gewichtca. 377 g (C1-Klasse)249 g (C0-Klasse)
Startpreisab ca. 499 $(ohne Goggles)ab ca. 1.599$
Die Informationen der Avata360 basieren auf den aktuellen Leaks.

Was macht die Kamera der Avata 360 besonders?

Laut Berichten verbaut DJI bei der Avata 360 ein duales Kamerasystem, das einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Antigravity A1 bietet: Es ist mechanisch kippbar.

Während die Antigravity permanent nach oben und unten schaut, lässt sich das Modul der DJI-Drohne um 90 Grad neigen. Man hat also die Wahl: Entweder man filmt den kompletten Raum in 360 Grad, oder man kippt das Modul nach vorn und nutzt die Drohne als klassische FPV-Rennmaschine, die ein 4K/120fps-Bild in Flugrichtung liefert. Es sind effektiv zwei völlig unterschiedliche Drohnen in einem Gehäuse.

Die Magie des “Stitchings”

Das Aufzeichnen von 360-Grad-Videos ist physikalisch nur die halbe Miete. Da zwei gegenüberliegende Linsen jeweils etwas mehr als 180 Grad filmen, müssen diese beiden Halbkugeln per Software nahtlos zu einer Kugel zusammengefügt werden – das nennt man Stitching.

Der riesige Vorteil dieses Workflows für Filmemacher: Man muss während eines rasanten Fluges nicht mehr darauf achten, wohin die Kamera schaut. Man konzentriert sich voll auf das Fliegen durch enge Lücken (was dank der geschützten Cinewhoop-Propeller sehr sicher ist). Später am Rechner oder in der App wählt man durch sogenanntes “Reframing” genau den Bildausschnitt, der am besten aussieht. Vorwärts fliegen und dabei sanft nach hinten schauen? Kein Problem mehr!

Ein potenzieller Traum für FPV-Bastler

Ein extrem spannender Gedanke für die DIY-Community: DJI ist dafür bekannt, seine FPV-Technologie auch Bastlern zur Verfügung zu stellen. Sollte DJI das 360-Grad-Kamera- und Übertragungsmodul der Avata 360 (ähnlich wie die beliebte DJI O4 Air Unit) künftig als Einzelteil anbieten, wäre das ein absoluter Gamechanger. FPV-Piloten könnten sich ihre eigenen, perfekt ausbalancierten Freestyle-Drohnen bauen, die 360-Grad-Aufnahmen nahtlos in das DJI-Ökosystem (wie die Goggles N3) integrieren.

Preis und Verfügbarkeit

Der offizielle Launch wird für März 2026 erwartet (zunächst in China, kurz darauf global). Der absolute Kampfpreis von angeblich knapp 500 US-Dollar für die reine Drohne und rund 1.000 bis 1.200 US-Dollar für Fly-More-Bundles mit den Goggles N3 dürfte der deutlich teureren Konkurrenz ordentlich Kopfzerbrechen bereiten.

Quelle: thenewcamera.com

DJI scheint hier ein tolles Hybrid-Gerät zu schaffen, das die Lücke zwischen cineastischen FPV-Aufnahmen und der grenzenlosen Freiheit von 360-Grad-Videos schließt.

Wie seht ihr das? Oder ist das höhere Gewicht von knapp 380 Gramm im Vergleich zur leichten Antigravity A1 für euch ein Dealbreaker oder überwiegen der Preis und das Kamera-Konzept?

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ZIELFOTO Crew
23.02.2026

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